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lige Jungfrau, er ist verwundet, er blutet! — Steigt ab,Herr, unv laßt Eure Wunde verbinden."
Trotz Allem, was Durward sagen mochte, daß seine Ver-letzung gering sei, ward er genöthigt, abzusteigcn, sich auf eineBank zu setzen und den Helm abzunchmen, während die Da-men von Crope, die nach einer damals noch nicht veraltetenMode, Anspruch auf einige Kunde der Heilkunst machten, dieWunde wuschen, das Blut stillten, und mit dem Taschentucheder jüngern Gräfin verbanden, um die Einwirkung der Luftabzuhalten, wie cs ihre Kunst vorschrieb.
In neuern Zeiten empfangen Ritter selten oder nie Wun-den für Damen, und die Dämchen befassen sich ihrerseits niemit der Heilung von Wunden. Beide haben eine Gefahr we-niger. Diejenige, welche die Männer vermieden, wird allge-mein anerkannt sein; aber die Gefahr, eine so leichte Wunde,wie die Quentins, zu verbinden, die selbst weder furchtbarnoch gefährlich war, hatte vielleicht so viel Drohendes, alsdiejenige, wodurch er verletzt worden war.
Wir haben bereits gesagt, daß der Patient außerordentlichhübsch war; nun machte die Entfernung seines Helms, odereigentlicher seiner Sturmhaube, die Fülle seiner schönen Lockensichtbar, welche ein Gesicht umwogten, in welchem die Jugend-heiterkeit noch anziehender wurde durch ein Erröthen der Be-scheidenheit und des Entzückens. Auch die Gefühle der jün-gern Gräfin, die genöthigt war, ihr Tuch an die Wunde zuhalten, während ihre Muhme ihr Gepäck nach einem Heilmitteldurchsuchte, waren ein Gemisch von Zartsinn und Verlegenheit,von Mitleid mit dem Patienten und von Dankbarkeit für seineDienste, welcher in ihren Augen sein gutes Aeußere und seinehübschen Züge noch erhöhten- Kurz, der ganze Vorfall schienvom Schicksal angeordnet, um das geheimnißvolle gegenseitige