glücklichen Obern, den Herzog von Orleans, nach jenen furcht-baren Kerkern zu bringen."
„Also war es der Herzog von Orleans," sagte die ältereDame, sich zu ihrer Nichte wendend. „Ich dachte mir das,selbst aus der Ferne, von wo wir dem Streit zusahen. —Ihr seht, Nichte, was wir hätten sein können, hätte dieserlistige und geizige Monarch uns an seinem Hofe sehen lassen.Der erste Prinz vom Geblüt in Frankreich und der tapfereDunois, dessen Name so weit bekannt ist, wie der seines hel-denmüthigen Vaters — dieser junge Herr erfüllte seine Pflichttapfer und gut; aber mich dünkt, es ist schade, daß er nichtmit Ehren unterlag, da seine übelangebrachte Tapferkeit sichzwischen uns und diese fürstlichen Befreier stellte."
Die Gräfin Isabelle erwiderte in einem festen und fast un-willigen Tone, überhaupt mit einer Energie, die Quentin nochnicht an ihr beobachtet hatte.
„Madame," sagte sie, „müßt' ich nicht, daß Ihr scherzt, sowürde ich sagen, daß Eure Rede undankbar gegen unferntapfern Vertheidigcr ist, dem wir vielleicht weit mehr verdan-ken, als Euch bewußt jK. Wären diese Herren in ihrem un-bedachten Unternehmen so weit gekommen, daß sie unsre Be-gleitung überwältigt hätten, ist es nicht offenbar, daß wiralsdann bei Ankunft der königlichen Garde ihre Gefangenschafthätten theilen müssen? Was mich betrifft, so weihe ich dembraven Manne, der gefallen ist, Thräncn und werde baldMessen für ihn lesen lassen, und ich hoffe, daß der" (hier fuhrsie schüchterner fort,) „welcher noch lebt, meinen herzlichenDank annehmen wird."
Als Quentin sein Gesicht nach ihr wandte, um etwas Pas-sendes zu erwidern, erblickte sie das Blut, welches von seinerWange strömte, und rief, im Tone des tiefsten Gefühls: „Hei-