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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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dem zürnenden Tone eines beleidigten und durch Mißtrauengekränkten Freundes:So! Ew. Hoheit findet für gut Euerbestes Schwert wcgzuwerfcn, an demselben Morgen, wo esEuch gefiel des Königs Gunst aufzuopfern, und Dunois'Freundschaft zu verschmähen?"

Liebster Vetter," sagte der Herzog,wann oder wie wares meine Abficht Eure Freundschaft zu verschmähen, indem ichdie Wahrheit sagte, wie ich es Eurer Sicherheit und meinerEhre schuldig war?"

Was battet Ihr mit meiner Sicherheit zu thun, meinfürstlicher Vetter, das möcht' ich wohl wissen?" antworteteDunois unmuthig.Was, in Gottes Namen, ging es Euchan, wenn ich Lust hatte, gehängt, erdrosselt, in der Loire er-tränkt, erdolcht, gerädert, lebendig im eisernen Käfig aufge-hangen oder lebendig im Schloßgraben bestattet, oder sonstauf eine Weise abgethan zu werden, wie es König Ludwiggefallen möchte, seinen getreuen Unterthan zu beseitigen?(Ihr braucht nicht zu winken und auf Tristan l'Hermite zuzeigen, ich sehe den Schuft so gut als Ihr ) Doch es würdenicht so schlimm mit mir gestanden haben: soviel, wasmeine Sicherheit anlangt. Und sodann, was Eure eigne Ehrebetrifft, beim Erröthen St. Magdalenens, ich glaube, dieEhre hätte Euch befehlen sollen, das Werk dieses Morgenszu unterlassen, oder Euch geheim zu halten. Da hat sich Ew.Hoheit von einem wilden schottischen Knaben entsatteln lassen."

Still! Still!" rief Lord Crawford;das bringt SeinerHoheit keine Schmach. Es ist nicht das erste Mal, daß einschottischer Knabe eine gute Lanze gebrochen hat. Michfreut, daß sich der junge Mann so brav gehalten hat."

Ich will das Gegentheil nicht behaupten," sagte Du-nois;doch, wäret Ihr etwas später hier angekommen, so