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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Mit diesen Worten führte er einen solchen Hieb auf des Schot-ten Helm, als dieser (obwohl geboren, wo es derbe Hiebe inFülle gab,) doch bis jetzt dergleichen nur aus Romanze» ge-kannt hatte. Er fuhr nieder wie ein Donnerkeil, schlug dasStichblatt des Schwerts ab, das der junge Krieger zur Deckungseines Hauptes erhoben hatte, und spaltete seinen erprobtenHelm so weit, daß sein Haar berührt wurde, doch ohne weitereVerletzung; Durward, der von dem Schlage betäubt auf einKnie sank, war indeß der Gnade des Ritters preiSgegcbcn,hätte dieser einen zweiten Hieb führen wollen. Aber Mitleidmit Durward's Jugend, oder Bewunderung seiner Tapferkeit,oder cdelmüthige Beobachtung gerechten Kampfes hielten ihnab, einen solchen Vortheil zu nützen; Quentin aber ammeltesich, sprang auf und griff den Gegner mit solchem Nachdruckan, der den Entschluß anzudeuten schien, zu siegen oder zusterben, und zugleich auch mit der Geistesgegenwart, die nöthigwar, wenn er den Streit mit glücklichem Erfolg ausfechienwollte. Entschlossen, sich nicht wieder so schrecklichen Hiebenauszusetzen, wie ihn zuvor einer betroffen hatte, nützte er denVortheil größerer Gelenkigkeit,' vermehrt noch durch die ver-hältnißmäßige Leichtigkeit seiner Rüstung, um den Gegner zuermüden, indem er mit einer Gewandtheit der Bewegung undmit einer Schnelligkeit des Angriffs sich nach allen Seitenwandte, daß cs der Ritter in seiner schwerfälligen Rüstungschwierig fand, sich ohne Ermüdung zu vertheidigen.

Umsonst rief dieser großmüthige Gegner Quentin laut zu,daß kein Grund zu fechten mehr zwischen ihnen sei, und daßer sich ungern gezwungen sehen werde, ihn zu verletzen " Ein-zig Gehör gebend dem leidenschaftlichen Wunsche, die Schmachseiner vorübergehenden Niederlage zu sühnen, fuhr Durwardfort, ihn mit Blitzesschnelle anzugreifen bald bedrohte er