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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
61
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hin sich Durward, nebst seinem mnthigen Genossen, mittler-weile selbst begeben hatte. Jene waren angethan mit treffli-chen Rüstungen von polirtem Stahl, doch ohne irgend eineDevise, wornach man sie hätte unterscheiden können.

Als sie sich näherten, rief einer von ihnen Quentin zu:Herr Knappe, macht Platz wir kommen, um Euch voneinem Posten abzulösen, der über Euren Rang und Stand ist.Ihr werdet wohl Ihun, diese Damen unserer Sorge zu über-lassen, wozu wir auch geeigneter sind, da wir wissen, sie sindunter der Eurigen nicht viel besser als Gefangene."

Als Antwort auf Euer Verlangen, meine Herren," erwi-derte Durward,wißt, daß erstlich dieses Amt mir von mei-nem derzeitigen Fürsten übertragen ist; und daß zweitens, wieunwürdig ich dessen auch sein mag, die Damen doch wünschen,unter meinem Schutze zu bleiben."

Wie, Kerl!" rief einer von den Kämpen,willst Du, einlandstreichender Bettler, Dich gegen Ritter solcher Ausdrückedes Widerstandes bedienen?"

Allerdings sind es Ausdrücke des Widerstandes," sagteQuentin,da sie sich Eurem unverschämten und rechtlosen An-griff widersetzen; und wenn ein Unterschied des Ranges zwischenuns stattfindet, was ich noch nicht weiß, so hat ihn Eure Un-höflichkeit schon beseitigt. Zieht Euer Schwert, oder, wenn Ihrdie Lanze brauchen wollt, so nehmt Eure Stellung ein."

Während die Ritter ihre Rosse umwandten, und etwa hun-dert und fünfzig Schritte zurückritten, blickte Quentin auf dieDamen, verbeugte sich tief im Sattel, als ob er einen günsti-gen Blick von ihnen wünschte, und während sie, als Zeichender Ermuthigung ihm mit ihren Tüchern zuwinktcn, hatten diebeiden Gegner die zum Angriff nöthige Entfernung erreicht.

Durward rief dem Gascogncr zn, sich wie ein Mann zu zei-