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Gräfin Hamcline, „werden wir sicher sein unter dem Geleitdieses jungen Herrn; er sieht zum mindesten nicht darnach aus,als könne man ihm die Vollziehung eines Planes verrätheri-scher Grausamkeit gegen zwei hilflose Frauen mit Sicherheitanvertraue»."
„Bei meiner Ehre, Madame," sagte Durward, „beim Ruhmmeines Hauses, bei den Gebeinen meiner Ahnen, ich könntemich nicht um den Preis von Frankreich und Schottland derVerrätherei oder Grausamkeit gegen Euch schuldig machen "
„Wohlgesprochen, junger Mann," sagte Dame Hameline;„aber wir sind gewohnt, schöne Reden vom König von Frank-reich und seinen Gehilfen zu hören. Wir wurden durch der-gleichen verleitet, Zuflucht in Frankreich zu suchen, als derSchutz des Bischofs von Lüttich mit weniger Gefahr als jetzterlangt werden konnte, oder als wir uns dem des Kaisers Wen-zeslaus von Deutschland, oder Eduards von England hättenanvertrauen können. Und welchen Erfolg hatten die Verheißun-gen des Königs? in einem obscuren und schmachvollen Ver-steck verborgen zu sein, unter plebejischen Namen, wie eine Artverbotener Waare, in jenem elenden Wirthshaus, wo wir —die, wie Du weißt, Marthon," (ihre Dienerin anredend,) „un-fern Kopsputz stets nur unter einem Baldachin ordnen ließen,und auf einer drei Stufen hohen Estrade, — wo wir genöthigtwaren, auf den bloßen Dielen stehend, als wären wir zweiMilchmädchen, uns selber zu kleiden."
Marthon bestätigte als iraurige Wahrheit, was ihre Ge-bieterin sprach.
„Ich wollte, dies wäre unser ärgstes Uedel gewesen, liebeTante," sagte Dame Isabelle; „dann hält' ich dem Prunkefroh entsagt."