so
schein sah Quentin mit Vergnügen, daß sie alle bewaffnet warenund lange Lanzen in den Händen trugen. ES waren ihrer nurdrei; einer von ihnen aber flüsterte Quentin im gascognischenDialekt zu, daß ihr Wegweiser jenseit Tours zu ihnen stoßenwerde.
Mittlerweile bewegten sich Lichter an den Fenstern des Thur-mes hin und her, wie wenn hastige Vorbereitung bei den Be-wohnern stattfinde. Endlich öffnete sich eine kleine Thür, dievom Erdgeschoß des Thurms in den Hof führte, und drei Frauentraten heraus, begleitet von einem in einen Mantel gehüll-ten Manne. Schweigend bestiegen sie die Zelter, die für sie be-reit standen, während ihr Begleiter zu Fuße voran ging, undden wachsamen Garden, deren Posten sie nach einander paffir-ten, die Paßworte und Losungen gab. So erreichten sie end-lich die äußere dieser schrecklichen Barrieren. Hier blieb derMann zu Fuße, der bisher ihr Wegweiser gewesen, stehen, undsprach leise und eifrig mit den beiden vordersten Frauen.
„Der Himmel segne Euch, Sire," sagte eine Stimme, diemagisch auf Quentin Durward's Ohr wirkte, „und er vergebeEuch, wenn Eure Absichten eigennütziger find, als Eure Worteverkünden! Sicher unter den Schutz des guien Bischoffs vonLüttich gestellt zu sein, ist das höchste Ziel meiner Wünsche "
Die Person, die so angeredet ward, murmelte eine unver-nehmliche Antwort, und zog sich durch das Thor zurück, wäh-rend Quentin in ihr beim Mondschimmer den König selbst er-kannt zu haben glaubte, dessen Eifer für die Abreise seinerGäste ihn wahrscheinlich vermocht hatte, selbst gegenwärtig zusein, im Fall sich ihrerseits Zweifel, oder Schwierigkeiten aufSeiten der Schloßwachen erheben möchten.
Als die Reiter das Schloß im Rücken halten, mußte maneine Zeit lang mit großer Vorsicht reiten, um die Fallgruben,