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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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tigte, sein Qbeim sei auf Wacbe gerufen worden, vermuthlichdamit er über diese geheimnißvollen Anstalten nicht Nachfor-schung anstellen möchte-

Ihr werdet bei Eurem Verwandten entschuldigt werden,"sagte Oliver, wieder lächelnd;und, mein liebster Sohn, wennIhr wohlbehalten nach Ausführung dieses schönen vertrauen-vollen Auftrags zurückkehrt, so werdet Ihr sicherlich einer sol-chen Beförderung würdig befunden werden, die Euch der PflichtLberhebt, irgend Jemand Rechenschaft von Euren Bewegungenzu geben, indem sie Euch an die Spitze derjenigen stellt, dieEuch Rechenschaft von den ihrigen ablcgen müssen-"

So sprach Oliver der Teufel, während er bei sich selberwahrscheinlich berechnete, daß das Schicksal des armen Jüng-lings, dem er beim Sprechen so herzlich die Hand drückte, beidem übertragenen Geschäfte nothwendig Tod oder Gefangen-schaft sein müßte. Seinen schönen Worten fügte er eine kleineGoldbörse bei, um nothwendige Ausgaben auf der Reise zubestreiten, und zugleich als ein Zeichen des Wohlwollens vonSeiten des Königs.

Wenige Minuten vor Mitternacht begab sich Quentin, seinerWeisung gemäß, in den zweiten Schloßhof, und harrte unterdem Dauphinsthurme, der, wie der Leser weiß, den Gräfinnenvon Crope als einstweiliger Aufenthalt angewiesen war. Aufdiesem Versammlungsplatze fand er die Männer und Pferde,die das Gefolge bilden sollten, zwei, bereits mit Gepäck be-ladene, Maulthiere führend und drei Zelter für die beidenGräfinnen und eine treue Dienerin bereit haltend, nebst einemstattlichen Streitroß für ihn selbst, dessen stahlbeschlagncr Sattelim bleichen Mondlicht glänzte. Kein Wort der Anerkennungward von beiden Seiten gewechselt. Die Männer saßen wieregungslos in ihren Sätteln; und bei demselben matten Mond-Duentin Durward- II- 4