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In diesen Worten gab König Ludwig Xl. den ersten Winküber jenen außerordentlichen Entschluß, den er später aus-führte, um seinen großen Nebenbuhler zu täuschen, wobei eraber beinahe seinen eignen Untergang fand.
Er schied von seinem Rathe und begab sich sogleich nachdem Zimmer der Damen von Crope. Außer seiner bloßenErlaubniß würde wenig Ueberredung nöthig gewesen sein, siezur Entfernung vom französischen Hofe zu bestimmen, sobalder ihnen nur zu verstehen gab, daß er sie vielleicht nicht gegenden Herzog von Burgund werde schützen können; aber es warnicht so leicht, sie zu vermögen, Lüttich zum Zufluchtsort zuwählen. Sie baten und flehten, nach Bretagne oder Calaisgebracht zu werden, wo sie unter dem Schutze des Herzogsder Bretagne oder des Königs von England so lange in Si-cherheit weilen könnten, bis der Herzog von Burgund seinenharten Plan gegen sie aufgeben würde. Aber keiner von die-sen Zuffuchtsörtern paßte überhaupt in die Pläne Ludwigs,und endlich gelang es ihm, sie zu dem zu vermögen, was erihnen vorschlug.
Die Macht des Bischofs von Lüttich, sie zu vertheidigen,war nicht in Zweifel zu ziehen, da seine kirchliche Würde ihmdie Mittel gab, die Flüchtlinge gegen alle christlichen Fürstenzu schützen, während andrerseits seine weltliche Macht, wennnicht zahlreich, doch mindestens hinreichend schien, seine Per-son und Alle, die unter seinem Schutze standen, gegen plötz-liche Gewaltthätigkcit zu vertheidigen. Die Schwierigkeit war,den kleinen Hof des Bischofs wohlerhalten zu erreichen; aberdafür versprach Ludwig zu sorgen, indem er das Gerücht ver-breiten wollte, die Damen von Crope seien bei Nacht vonTourS entflohen, weil sie gefürchtet hätten, dem burgundischenGesandten auSgeliesert zu werden, und hätten den Weg nach
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