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unsre Zustimmung geschehen sei; wir hätten sehr gewünscht,sie der Obhut unsers lieben Vetters wieder zu übergeben,was nun ihre Abreise zum Unglück verhindert hätte."
„Der Graf ist vielleicht zu klug und sein Herr zu vorur-thcilsvoll, um cs zu glauben."
„Heilige Mutter!" sagte Ludwig, „wie kann ein Christenmenschso ungläubig sein! Aber, Oliver, sie sollen uns glauben. Wirwollen in uuserm ganzen Betragen gegen unfern lieben Vetter, denHerzog Karl, so völliges und unbegränztes Vertrauen zeigen, daßer, um nicht zu glauben wir wären in jeder Hinsicht aufrichtig gegenihn, schlimmer als ein Ungläubiger sein müßte- Ich sage Dir, ich binso fest überzeugt, daß ichKarl von Burgund glauben machen könnte,was ich nur wollte, daß ich, wär' es nolhwendig seine Zweifelzu beschwichtigen, unbewaffnet und auf einem Klepper zu ihm insein Zelt reiten wollte, ohne eine bessere Schutzwache bei mir zuhaben, als Deine eigne schlichte Person, Freund Oliver."
„Und ich," sagte Oliver, „obwohl ich mich nicht rühme denStahl in einer andern Form als der eines Rasirmessers hand-haben zu können, wollte lieber ein Bataillon Schweizcrlanz-knechte angreifen, ehe ich Ew- Majestät auf solch' einem Freund-schaftsbesuch bei Karl von Burgund begleitete, wenn er so vieleGründe hätte, ihn der Feindschaft in Ew. Majestät Busen ge-gen ihn sicher zu machen."
„Du bist ein Narr, Oliver," sagte der König, „bei all Dei-nen Ansprüchen auf Klugheit — und Du weißt nicht, daß dietiefste Politik oft den Anschein äußerster Einfalt annehmen muß,wie Muth sich gelegentlich unter bescheid'ner Schüchternheitversteckt. Wär' es nöthig, ganz sicher wollt' ich thun, was ichsagte — denn die Heiligen segnen stets unser Vorhaben, unddie himmlischen Constellationen bringen in ihrem Laufe gün-stige Umstände für ein solches Unternehmen."