dieses unbefreundeten Jünglings mit dem meinen unter gleicherConstellation steht."
Was auch Oliver von den Ursachen denken mochte, die so kühnfür den Vorzug eines unerfahrnen Jünglings angeführt wurden,so wagte er doch nicht fernere Einwiirfe zu machen, weil er wohlwußte, daß Ludwig, der während seiner Verbannung der vermeint-lichen Sterndcutekunst viel Aufmerksamkeit gewidmet hatte, durch-aus keinen Scherz in Bezug auf seine Geschicklichkeit verstehenwürde. Erantwortetedaherbloß,daßcrhoffc,derJüngling werdesich in Vollziehung eines so bedenklichen Geschäftes treu beweisen.
„Wir wollen dafür sorgen, daß er keine Gelegenheit findet,anders zu handeln," sagte Ludwig, „denn er soll nichts weiterwissen, als daß er abgeschickt ist, die Damen von Croye zur Resi-denz des Bischofs von Lüttich zu geleiten. Bon der wahrschein-lichen Zwischenkunft Wilhelms von der Mark soll er so wenigwissen, als sie selber. Niemand soll das Geheimniß wissen,als der Wegweiser; und Tristan oder Du mußt Jemand aus-findig machen, der zu diesem Zwecke paßt "
„Aber in diesem Falle," sagte Oliver, „wenn man ihn nachseiner Heimath und nach seinem Aeußern beurtheilt, wird derjunge Mann wahrscheinlich zu den Waffen greifen, sobald derwilde Eber auf sie zukommt; und aus dessen Hauern mag ernicht so leicht davonkommen, wie diesen Morgen."
„Wenn sie ihn zerreißen," sagte Ludwig gefaßt, „so magSt. Julian, gepriesen sei sein Name! mir einen andern an sei-ner Statt senden- Es liegt so wenig daran, daß der Bote er-schlagen wird, nachdem sein Auftrag vollzogen, als daß dieFlasche zerbrochen wird, wenn der Wein heraus ist- — Unter-dessen müssen wir den Abschied der Dame beschleunigen, unddann den Grafen von Crevecoeur überreden, daß es ohne