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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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verstellte, setzte sie auf den Tisch, wie es oft seine Gewohnheit war,wenn ein besonderes Gefühl der Hoffnung, oder vielleicht der Zer-knirschung, seine Seele durchbebte, und, davor niederknieend,murmelte er, anscheinend in tiefer Frömmigkeit,8>wete äuliano,säsis preeil>u8 nostris! Ora, ui'->, pro nobis!"

Dieß war einer von den Fieberansällen abergläubischer Fröm-migkeit, die den König in dergleichen außerordentlichen Zeitenund Orten oft ergriffen, so daß sie einem der scharfsinnigsten Mo-narchen, die je regierten, das Ansehn eines Wahnsinnigen ga-ben, oder zum wenigsten eines solchen, dessen Seele von tiefemSchuldbewußtsein erschüttert wird.

Während er so beschäftigt war, sah ihn sein Güstling miteinem Ausdruck sarkastischer Verachtung an, den er kaum zu verstel-len suchte. ES war in derThat eine von den Eigenheiten diesesMannes, daß er, in dem ganzen Verkehr mit seinem Herrn, jenesüßliche erkünstelte Dienstbeflissenheit undDemuth bei Seite setzte,die sein Betragen gegen Andre auszeichnetc; und wenn er auchdann noch die Aehnlichkeit mit einer Katze beibehielt, so glich er ihr,wenn das Thier auf seiner Hut ist, wachsam, gespannt, und bereitfürplötzlicheKrastäußerung. DieUrsachedicserUmwandlung warwahrscheinlich Olivers Bewußtsein, daß sein Herr selbst ein zu auS-gelernter Heuchler sei, um nicht die Heuchelei Anderer zu durch-schauen.

DieZüge dieses Jünglings, wennmir erlaubtist zu sprechen,"sagteOliver,glichen also denen von jenem, den Euch derTraumzeigte?"

Auf das Genaueste," sagte der König, dessen Einbildungs-kraft, gleich der aller abergläubischen Leute, sich leicht selber täuschteIch habe übcrdieß durch Galeotti Martivalle sein Horoskopstellen lassen, und habe deutlich erkannt, sowohl durch seine Kunst,als meine eigne Beobachtung, daß in vieler Hinsicht das Geschick