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„EureMajestät kann andre finden," sagteOIiver aufdiesanf-teste Weise und in einem Tone, der vertraulicher war, als der,den er gewöhnlich annahm, wenn er mit dem Könige sprach, wel-cher ihm große Freiheit gestattete; „Menschen, die gänzlich vonEurer Gnade und Gunst abhängen, und die nicht mehr cristirenkönnten, ohne Euer Angesicht, denn ohne Luft und Sonne —Menschen die mehr Kopf haben, als Hände — Menschen,die" -
„Männer, die Dir selbst gleichen, ha!" sagte der König Lud-wig. — „Nein, Oliver, dieser Pfeil war wahrhaftig zu raschgeschossen! — Wie! weil ich Dir mein Vertrauen schenke undDir zum Lohne dann und wann »erstatte, meine Unterthanenein wenig zu scheren, so glaubst Du, dieß mache Dich geeignet derGemahl dieser schönen Erscheinung und ein Graf der höchstenKlaffeüberdieß zu werden? — Du — Du, sag' ich, der Du niedriggeboren und schlecht erzogen, dessen Weisheit im besten Falleeine Art von List, und dessen Muth mehr als zweifelhaft ist?"
„Eure Majestät beschuldigt mich einer Anmaßung, derenich nicht schuldig bin; ich will mich nie so hoch »ersteigen,"sagte Oliver.
„Das freut mich zu hören, Mann," sagte der König, „undDein Verstand scheint mir um so gesünder, da Du eine solche Träu-merei in Abrede stellst. Doch mich dünkt, Deine Rede klang rechtseltsam, als Du aus diesem Loche pfiffst. — Wohlan, zur Sache.Ich wage diese Schönheit an keinen meiner Unterthanen zu verhei-rathen — ich wage nicht sie nach Burgund zurückzuschicken — Ichwage nicht sie nach England zu senden, oder nach Deutschland, wosie wahrscheinlich die Beute eines Mannes würde, der sich liebermit Burgund als mit Frankreich vereinigt, und der bereitwilligersein würde, die achtbaren Mißvergnügten in Gent und Lüttich zuentmuthigen, als ihnen jene heilsame Unterstützung zu geben, die