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6 (1851) Quentin Durward
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ich wage zu prophezeien, daß ihr Anblick hinreicht, ihn minderfügsam in Hinsicht seiner Verbindung mit Johanna zu machen."

Ew. Majestät," antwortete der Nathgeber,mag die Da-men von Croye zurück nach Burgund senden, und so Frieden mitdem Herzog schließen. Manche könnten dieß als entehrend ansehnwollen; aber wenn die Nothwendigkeit dasOpfer verlangt,"-

Wenn ein Vortheil das Opfer verlangte, Oliver, so würdeich das Opfer ohne Zögern bringen," antwortete derKönig.Ichbin ein alter erfahrner Lachs, und pflege des Anglers Haken nichtzu verschlucken, weil daran eine Feder hängt, die man Ehre nennt;aber was schlimmer ist, als Verlust der Ehre, wir büßen, wennwir die Damen zurückkehren lassen, die Aussichten auf Vortheilein, die uns veranlaßtcn, ihnen ein Asyl zu geben. Es wäreherzbrechend, auf die Gelegenheit zu verzichten, die uns gestat-tete einen Freund von uns, der ein Feind Burgunds ist, mittenin sein Gebiet und so nahe zu den unzufriedenen Städten Flan-derns zu pflanzen. Oliver, ich kann den Vortheilen nicht entsa-gen, die uns der Plan zu bieten scheint, wenn wir das Mäd-chen mit einem Freund unserS eignen Hauses vermählten."

Ew- Majestät," sagte Oliver nach kurzem Nachdenken,sollte ihre Hand einem recht treuen Freunde geben, der allenTadel auf sich nähme, Eurer Majestät im Stillen diente undsich öffentlich von Euch verläugnen ließe."

Und wo find' ich einen solchen Freund?" sagte Ludwig.Vermählte ich sie mit einem unsrer meuterischen, unlenksamenEdeln, würde ihn dieß nicht unabhängig machen? und war esnicht seit Jahren meine Politik, dieß zu verhindern? Du-nois allerdings ihm, und ihm allein, könnte ich vielleichttrauen. Er würde für die Krone von Frankreich fechten, seiseine Lage welche sie wolle. Aber Ehre und Reichthum ändernder Menschen Natur Selbst Dunois will ich nicht trauen."