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Langsam und nachdenkend, die Augen zu Boden geheftet,schritt Ludwig nun auf Quentin Durward zu, der, in Erwar-tung seines Antheils vom königlichen Mißfallen, seiner An-näherung mit nicht geringer Besorgniß entgegensah.
„Du hast unrecht gethan," sagte der König, seine Augen er-hebend und sie fest auf ihn richtend, als er bis auf zwei Schritt anihn heran gekommen war. „Du hast sehr unrecht gethan und ver-dientest zu sterben. — Kein Wort zu Deiner Vertheidigung! —Was hattest Du mit Herzögen oder Prinzessinnen zu schaffen? —Was mit irgend einem Andern, außer meinem Befehl?"
„Wenn Eure Majestät erlauben," sagte der junge Krieger,„was konnte ich thun."
„WasDu thun konntest, wenn man Deinen Posten gewaltsampassiren wollte?" antwortete derKönig höhnisch, — „Wozu trägstDuDeinGewehr auf der Schulter? Du hättest dieWaffe anlegensollen, und wenn sich der verwegene Rebell nicht aufder Stelle zu-rückzog, so hätte er in dieserHalle hier sterben muffen! Geh — be-gib Dich nach diesen nächsten Gemächern. Im ersten wirst Du einebreite Treppe finden, die Dich in den inner« Hof führt; dort wirstDu Oliver Dain finden. Send ihn zu mir — Du aber geh nach Dei-nem Quartier. — So lieb Dir Dein Leben ist, sei nicht so lose mitDeiner Zunge, wie Du heut saumselig mit Deiner Hand ge-wesen bist."
Froh, so leicht zu entkommen, doch im Innern empört über diekaltblütige Grausamkeit, die der König von ihm bei Erfüllung sei-ner Pflicht zu fordern schien,tratDurward den angezeigten Megan,eilte die Treppe hinab,und theilte den königlichenWillenOlivermit,der unten im Hof harrte- Der schlaue Barbier beugte sich, seufzteund lächelte, als er, mit fast noch sanfterer Stimme als gewöhnlich,dem Jüngling einen guten Abend wünschte; und sie schieden, Quen-tin nach seinem Quartier, Oliver um dem König aufzuwarten.