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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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Auf den des Königs," sagte Quentin fest,zu dessen Voll-streckung ich hier stehe."

Nicht gegen Ludwig von Orleans," sagte der Herzog, denMantel abweisend.

Der junge Mann zögerte einen Augenblick; aber wie sollteer den Befehl gegen den ersten Prinzen vom Geblüt, der, wiedas Gerücht allgemein sagte, sich jetzt mit des Königs eignerFamilie verbinden sollte, vollstrecken?

Eure Hoheit," sagte er,stehen zu hoch, als daß ich Euchwiderstreben dürfte. Doch hoff' ich, ihr werdet mir bezeugen, daß ichdie Pflicht meines Postens erfüllt habe, so weit Ihr eS erlaubtet."

Gut Ihr sollt nicht getadelt werden, junger Krieger,"sagte Orleans; und indem er vorüberging begrüßte er die Prin-zessin mit dem zurückhaltenden Wesen, welches stets sein Be-nehmen bezeichncte, wenn er sie anredete.

Er habe," sagte er,mit Dunois gespeist; und da ihmgesagt worden sei, es wäre Gesellschaft in der Rolandsgallerie,so habe er's gewagt, Theil daran zu nehmen "

Das Roth, welches die bleiche Wange der unglücklichen Jo-hanna färbte und ihren Zügen momentan einen Anstrich vonSchönheit lieh, bewies, daß dieser Zuwachs der Gesellschaft ihrnichts weniger als gleichgültig war. Sie beeilte sich, den Prin-zen den beiden Damen von Crope vorzustellen, die ihn mit derseinem hohen Range gebührenden Achtung empfingen; daraufhat ihn die Prinzessin, auf einen Stuhl deutend, Theil an derUnterhaltung zu nehmen.

Der Herzog lehnte es ab, in dieser Gesellschaft einen Stuhleinzunehmen; doch nahm er ein Kissen von einem der Sessel, legtees zu den Füßen der schönen jungen Gräfin von Crvye, und setztesich so darauf, daß er, ohne scheinbar die Prinzessin zu ver-