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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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von der Wahrheit jener Bemerkung zu überzeugen. Wahrschein-lich glaubte er, es beginne bereits ein geheimnißvolles gegen-seitiges Verständniß zwischen ihnen, welches dem kleinsten Um-stande Wichtigkeit verlieh.

Diese Betrachtung war vorübergehend, denn das Zusam-mentreffen der Prinzessin Johanna mit diesen fremden Damennahm sogleich seine Aufmerksamkeit in Anspruch. Die Prinzessinblieb beim Eintritte jener stehen, um sie zu empfangen, vielleichtweil sie wußte, daß ihr Bewegung nicht wohl stände. Und dasie beim Empfange und der Erwiderung des Grußes etwas ver-legen schien, so verleitete dies die ältere Fremde, die den Rang der-jenigen, die sie anredete, nicht kannte, in einem Tone zu ihr zu re-den, als ob sie durch das Gespräch mehr Ehre gebe, als empfange.

ES freut mich, Madame," sagte sie mit einem Lächeln, wel-ches zugleich Herablassung und Aufmunterung auSdrücken sollte,daß uns endlich die Gesellschaft einer so achtungSwerthen Personunsers eignen Geschlechts, wie Ihr zu sein scheint, »erstattet wird.Ich darf sagen, daß meine Nichte und ich nur wenig Ursache ge-habt haben, dem König Ludwig für seine Gastfreundschaft zudanken ei Nichte, zupft doch meinen Aermel nicht! Gewiß, ichlese es in den Blicken dieser jungen Dame, daß sie unsre Lage be-mitleidet- Seit wir hieher kamen, schöne Dame, hat man unswenig besser als gemeine Gefangne behandelt; und nach tausendEinladungen, unsre Sache und unsre Personen unter FrankreichsSchutz zu stellen, hat uns der allerchristlichste König erst ein schlech-tes Wirthshaus zum Aufenthalt angewiesen, und nun einen Winkeldieses wurmstichigen Palastes, den wir bloß gegen Sonnenunter-gang verlassen dürfen, als ob wir Fledermäuse oder Eulenwären, deren Erscheinen im Sonnenlichte von schlechter Be-deutung sein soll."

Ich bedaure," sagte die Prinzessin, noch weit verlegner