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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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mir den Gefallen» und steckt den Becher zu Euch und behaltetihn als ein Pfand unsrer Achtung. Nicht für Jeden würdeich mich von ihm getrennt haben. Er gehörte einst dem SchreckenFrankreichs, Heinrich V. von England, und ward bei der Wie-dereinnahme von Rouen genommen, als jene Inselbewohnerdurch die vereinte Macht Frankreichs und Burgunds aus derNormandie vertrieben wurden. Er kann nicht bester ange-bracht werden, als bei einem edlen und tapfern Burgunder,der wohl weiß, daß von der Vereinigung dieser beiden Völkerdie Fortdauer der Freiheit des Continents von englischem Jocheabhängt."

Der Graf gab eine passende Antwort, und Ludwig gabohne Rückhaliung der satirischen Fröhlichkeit seines Gcmüths nach,welche zuweilen die dunklern Schatten seines Charakters er-hellte- Während er, natürlich, die Unterhandlung leitete, wa-ren seine Bemerkungen stets klug und spöttisch, oft wirklichwitzig, doch selten wohlwollend, und die Anekdoten, mit denener sie erläuterte, waren oft mehr lustig als zart; aber mitkeinem Worte, keiner Silbe, keinem Buchstaben verrieth er denGemüthszustand eines Menschen, der, Meuchelmord befürch-tend, in seinem Zimmer einen bewaffneten Krieger, mit ge-ladenem Gewehr, stehn hat, um den Angriff auf seine Personzu verhindern, oder ihm zuvorzukommen.

Der Graf von Crövecocur ging ungezwungen in des Kö-nigs Laune ein, während der glatte Geistliche jeden Spaßbelachte, und jeden schlüpfrigen Gedanken aufgriff, ohne irgendeine Scham bei Ausdrücken zu verrathen, die den jungenSchotten selbst in seinem Versteck erröthen machten- In andert-halb Stunden etwa wurden die Tische entfernt, und nachdemder König seine Gäste höflich verabschiedet hatte, gab er dasZeichen, daß er allein zu sein wünsche.