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6 (1851) Quentin Durward
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zurückkehre. Daher setz' ich mich der Gefahr aus. Ich habemich nie gescheut, mein Leben für s Wohl meines Reiches auf'sSpiel zu setzen. Folge mir."

Ludwig führte seinen jungen Leibgardistcn, für den er einebesondere Vorliebe zu haben schien, durch die Seitenthür, durchdie er selbst eingetreten war, indem er sagte,derjenige, deram Hofe fortkommen will, muß die geheimen Pförtchen zuverborgenen Treppen, ja, selbst die Fallthüren des Palasteskennen,so gut wie dieHauptcingänge, Flügelthürcn und Portale "Nach verschiedenem Hin- und Hergchen betrat der König ei-nen kleinen gewölbten Raum, wo ein Tisch zum Mittagsmahlmit drei Gedecken bereit stand; das ganze Geräth und die Ein-richtung des Gemachs war einfach, ja fast dürftig. Ein beweg-licher Schenktisch, zum Umschlagen, trug einige wenige goldneund silberne Gefäße, und war der einzige Gegenstand im Zim-mer, der wenigstens einigermaßen ein königliches Ansehn hatte.Hinter diesem Schenktisch und vollständig verborgen davon, warder Posten, welchen Ludwig dem Quentin Durward anwics;und nachdem er, zu verschiedenen Theilen des Zimmers gehend,sich überzeugt hatte, daß dieser dort von allen Seiten unsichtbarwar, gab er ihm seinen letzten Befehl:Gedenke des Wortes,Lcosse en nvrmt; und sobald ich diese Worte rufe, wirfst du denSchenktisch nieder schonstkeines Bechers oder Pokals, und siehstdich vor, daß du gut auf Crövecoeur zielst wenn das Gewehrversagt, so schlage »ach ihm und brauche dein MesserOli-ver und ich werden mit dem Cardinal fertig."

Nachdem er so gesprochen hatte, pfiff er laut, rief Oliver indas Zimmer, der erster Kammerdiener und Barbier zugleich war,und wirklich alle Dienste unmittelbar um des Königs Person ver-richtete, und der nun erschien, begleitet von zwei alten Leuten,welche die einzigen Aufwärter bei der Tafel des Königs waren.