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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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worin er nach seines Vaters Tode Zuflucht fand, indem er beifich selbst dachte, daß, mit Ausnahme der Verwandlung in diereiche militärische Kleidung, die er jetzt trug, sein kriegerischerSpaziergang in der königlichen Gallerte in Frankreich größten-theils denen glich, die ihm in der klösterlichen Einsamkeit zuAberbrothick so langweilig gewesen waren.

Gegenwärtig, gleich als ob er sich überzeugen wollte, daß ernicht der Klosterzelle, sondern der Welt angehöre, sang er, aberin einem Tone, der die »erstattete Freiheit nicht überschritt, einigevon den alten rohen Balladen, die der greise Familienharfnerihn gelehrt hatte, von der Niederlage der Dänen zu Aberlemnound Forres, dem Morde des Königs Duffus zu Forfar, und an-dere kräftige Gesänge und Lieder, die der Geschichte seiner fernenHeimath, vorzüglich aber der Gegend, aus der er gebürtig war,angehörten. Dies nahm eine ziemliche Zeit hinweg, und cs warjetzt weiter als zwei Uhr Nachmittags, als Quentin durch seinenAppetit erinnert ward, daß die guten Väter zu Aberbrothick,wiewohl streng in ihrer Forderung was das Abwarten derAndachtstunden betraf, doch nicht minder pünktlich waren, ihnzu den Erquickungsstunden zu rufen, während im Innern einesköniglichen Palastes, nach einem in Bewegung verbrachten Mor-gen und einem im Dienst fast vollendeten Nachmittag, keinMensch cs natürlich zu finden schien, daß er ungeduldig aufdas Mittagsmahl sein müsse.

Es wohnen indessen Reize in sanften Tönen, die selbst dienatürlichen Gefühle der Ungeduld, durch welche Quentin jetztheimgesucht ward, in Schlummer lullen können. An den entge-gengesetzten Enden des langen Gemachs oder der Gallerie be-fanden sich zwei große Thüren, verziert mit schwerfälligen Archi-travcn, die sich wahrscheinlich in die verschiedenen Zimmerreihenöffneten, denen die Gallerie als ein wechselseitiges Verbindungs-