Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
217
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Das," antworte Quentin,ist gleich gethan;" und als-bald begann er die Waffe zu laden, und die Lunte zu zünden(womit, sobald es nöthig war, abgeschoffen ward,) an demNeste eines Holzfeuers, welches in dem hohen Kamine desGemachs am Erlöschen war einem Kamin, welcher so großwar, daß er selber ein gothisch Kabinet oder Kapellchen, zumGemache gehörig, hätte heißen können.

Als dies vollbracht war, sagte ihm Oliver, daß er einesder hohen Vorrechte seines eigenen Corps noch nicht kenne,welches Befehle allein von des Königs Person, oder vom Groß-connetable Frankreichs empfange, statt seiner eignen Officiere.Ihr seid auf des Königs Befehl hieher gestellt, junger Mann,"fügte Oliver hinzu,und Ihr werdet nicht lange hier sein,ohne den Zweck Eurer Berufung zu erfahren. Unterdessenkönnt Ihr in dieser Gallerie auf- und abgehen. Es steht Euchauch frei, still zu stehen, aber auf keinen Fall, Euch niederzu-setzen oder die Waffe abzulegen. Laut fingen oder pfeifen dürftIhr ebenfalls durchaus nicht; wohl aber dürft Ihr einigeKirchengebete flüstern, oder sonst etwas Unschuldiges mit lei-ser Stimme murmeln. Ledtwvhl und haltet gute Wache."

Gute Wache," dachte der junge Krieger, als fich sein Füh-rer mit dem geräuschlos gleitenden Schritt, der ihm eigenwar, hinwegstahl, und durch eine Seitenthür hinter der TapeteverschwandGute Wache!" doch für wen, und gegen wen? Gegen was, außer Fledermäuse und Ratten, ließe fich hierstreiten, wofern nicht diese grimmen alten Menschenbilder in'sLeben treten, um meine Wache zu stören? Gut, es ist meinePflicht, denk' ich, und ich will fie vollziehen."

Mit dem kräftigen Vorsatze, seiner Pflicht auf's Allerstrengstenachzukommen, versuchte er sich die Zeit durch einige der from-men Hpmnen zu vertreiben, die er in dem Kloster gelernt hatte,