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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Berufung in des Königs Nähe, und sein Herz schlug hoch imVorgenuffe schneller Erhebung und Auszeichnung. Er beschloß,sorgfältig die Manieren und die Sprache seines Führers zubeobachten, die, wie er vcrmuthete, wenigstens in einigenFällen nach dem Gegentheile zu deuten war, wie etwa Wahr-sager die Deutung der Träume entdecken sollen. Er konntesich nur selbst loben, daß er über die Ereignisse auf der Jagdstreng geschwiegen habe, und faßte nun den Entschluß, der,für eine so junge Person, sehr klug war, so lange er die Luftdieses abgeschiedenen geheimnißvollen Hofes athmen würde,seine Gedanken in seinen Busen zu verschließen und seine Zungeunter der strengsten Zucht zu halten.

Seine Rüstung war bald vollendet und mit der Arkebuffe aufder Schulter, (denn obwohl die schottische Leibwache noch im-mer Bogenschützen genannt wurde, so hatte sie doch schon seitlanger Zeit Feuerwaffen statt des Bogens angenommen, iwdessen Gebrauch ihre Nation sich immer ausgezeichnet hatte,)folgte er dem Meister Oliver aus der Caserne.

Sein Oheim sah ihm lange nach, mit einer Miene, worinVerwunderung und Neugier gemischt war; und obwohl we-der Neid, noch die bösartigen Gefühle, die er erzeugt, sichin seine Betrachtung webten, so blieb doch ein Gefühl vonverletztem oder vermindertem Sclbstbewußtsein zurück, welchessich mit dem Vergnügen mischte, das seines Neffen günstigerDienstansang in ihm erregt hatte.

Ernst schüttelte er sein Haupt, öffnete einen geheimenWandschrank, nahm eine große botrine starken alten Weinesheraus, schüttelte sie, um zu prüfen, wie tief der Inhalt zurEbbe sei, füllte einen guten Becher voll und trank ihn leer;dann ließ er sich, halb zurückgebeugt, in den großen eichenenStuhl nieder, nachdem er nochmals leise den Kopf geschüttelt