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folgt mir. Bringt eine Arkebuffe mit Euch, denn Ihr solltSchildwache stehen."
„Schildwache!" sagte der Oheim — „wißt Ihr gewiß, daßIhr Euch nicht irrt, Meister Oliver? die innern Wachen sindstets bloß von Denen »ersehn worden, die (wie ich) zwölfJahre in unserm ehrenwerthen Korps dienten."
„Ich irre mich in Sr. Majestät Willen durchaus nicht,"sagte Oliver, „und darf nicht länger mit der Ausführung zögern."
„Aber," sagte der Balafrö, „mein Neffe ist nicht einmalein freier Bogenschütze, sondern bloß Knappe, der unter mei-ner Lanze dient "
„Verzeiht mir," antwortete Oliver, „der König sandte vorkaum einer halben Stunde nach der Liste, und läßt ihn unterdie Garde einschrciben. — Habt die Güte und helft EuremNeffen, sich zum Dienst anzuschicken."
Balafrö, der nicht übelwollend von Gemüt-, auch nichteinmal eifersüchtig war, half schnell seinen Neffen ankleidenund gab ihm Anweisung, wie er sich unter den Waffen zubenehmen habe, aber nicht im Stande war er, dazwischen im-mer sich der Ausrufungen des Staunens zu enthalten, daßein solcher Glücksfall einen jungen Mann so zeitig treffe.
„Das ist zuvor in der schottischen Garde noch nie vorgc-kommen," sagte er, „auch in meinem eigenen Fall nicht. Dochwahrscheinlich soll er Wache halten über die Papageien undindischen Pfauen, die der venetianische Gesandte neulich demKönig schenkte — es kann nicht anders sein; und da solchesGeschäft nur für einen unbärtigen Knaben paßt," (hier stricher seinen eigenen grimmigen Schnurrbart) „so ist cs gut, daßdas Loos auf meinen lieben Neffen gefallen ist."
Gewandt, scharfsinnig und von glühender Einbildungskraftsah Quentin Dinge von höherer Wichtigkeit in dieser frühen