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Ludwig zeigte alle Tapferkeit und Gewandtheit eines er-fahrnen Jägers; denn, ohne der Gefahr zu achten, ritt er aufdas furchtbare Thier los, welches sich mit Wuth gegen dieHunde vertheidigte, und traf es mit seinem Eberspieß; aberda sich das Pferd vor dem Eber scheute, so war der Stoßnicht so wirksam, um ihn zu tödten oder unschädlich zu ma-chen. Keine Anstrengung vermochte das Pferd, noch einmalanzugreifen, so daß der König abstieg und zu Fuß gegen daswüthende Thier ging, in der Hand eines von den kurzen,scharfen, spitzigen Schwertern entblößt haltend, dessen sich dieJäger in solchen Fällen bedienen. Der Eber verließ sogleichdie Hunde und stürzte gegen den menschlichen Feind, währendder König seine Stellung nehmend und festen Fuß fassend,ihm das Schwert entgegenhielt, in der Absicht, nach des EbersHals zu zielen, oder vielmehr nach der Brust am Halsbein;in diesem Falle würde das Gewicht des Thieres, und der Un-gestüm seines Laufes seinen Untergang befördert haben. Aberbei der Feuchtigkeit des Bodens glitt der König, gerade alsdies feine und gefährliche Manöver vollführt werden sollte,aus, so daß die Spitze des Schwerts den Panzer der Borstenan der äußern Seite der Schulter des Thieres traf, ohne ei-nen Eindruck zu machen, und Ludwig fiel platt aus den Bo-den- Dies war insofern ein Glück für den König, als dasThier wegen des Falles des Fürsten seinen Gegenstoß auchverfehlte, und bloß mit dem Hauzahn des Königs kurzes Jagd-kleid schlitzte, statt ihm den Leib aufzureißen. Ader als derEber, der in der Hitze ein wenig weiter gerannt war, um-kehrte, um den Angriff auf den König zu erneuern, gerade indem Augenblick, als er aufstehen wollte, so kam das LebenLudwig's in drohende Gefahr- In diesem kritischen Augenblickkam Quentin Durward, der durch die Langsamkeit seines Rosses