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angenehmen Eindruckvon der Scene empfangen, die eben gespieltworden war. Ludwig blickte sie mit Verachtung an und sagte dannlaut: „Obwohl der Graf von Crövecocur höchst anmaßend undeingebildet ist, so muß man doch bekennen, daß der Herzog vonBurgund in ihm einen so kühnen Diener hat, wie jeciner füreinenFürsten Botschaft übernahm. Ich möchte wissen, wo ich einen sotreuenGesandten finden könnte, der ihm meineAntwort brächte."
„Ihr thut Euren französischen Edeln Unrecht, Sire," sagteDunois; «jeder von ihnen würde dem Herzog von Burgund eineAusforderung auf der Spitze seines Schwertes bringen."
„Und, Sire," sagte der alte Crawford, „Ihr beleidigt auchdie schottischen Herrn, die Euch dienen. Ich, oder jeder meinerGefährten von passendem Range, würde keinen Augenblickzögern, den stolzen Grafen zur Rechenschaft zu ziehen; meineigner Arm ist noch stark genug für diesen Zweck, wenn ich nurEurer Majestät Erlaubniß erhalte."
„Aber Eure Majestät," fuhr Dunois fort, „will uns in kei-nem Dienste verwenden, durch welchen wir Ehre für uns, fürEure Majestät oder für Frankreich gewinnen könnten."
„Sagt vielmehr, Dunois," erwiderte der König, „ich mögeder ungestümen Hitze nicht Raum geben, die, eines nichtssagendenEhrenpunktes wegen, Euch, den Thron, Frankreich und Alles zer-trümmern könnte. Es ist Keiner unter Euch, der nicht wüßte, wiekostbar jede Stunde des Friedens in diesem Augenblick ist, wo dieWunden eines zerrütteten Landes geheilt werden sollen; aber esist auch nicht Einer unter Euch, der sich nicht in den Krieg stürzenwürde wegen irgend einer umherstreichenden Zigeunerin, odereines irrenden Fräuleins, deren Ruf vielleicht kaum höher steht.— Hier kommt der Cardinal, und wir hoffen, mit friedlichenNachrichten. — Wie steht's, Mylord, — habt Ihr den Grafenzur Vernunft und Mäßigung gebracht?"