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ren steht. Wir hoffen. Eure schöne Gemahlin, in deren Adern auchvom Blut unserer Ahnen fließt, befindet fich wohl. Hättet Ihr siemit Euch gebracht, Herr Graf, so würden wir geglaubt haben, Ihrtrügt Eure Rüstung bei dieser ungewohnten Gelegenheit, um dieUeberlegenheit ihrer Reize gegen die verliebte Ritterschaft Frank-reichs zu behaupten. Wie ist es damit, wir können den Grund die-ser vollständigen Waffenrüstung nicht errathen?"
„Sire," erwiderte der Gesandte, „der Graf von Crövecocurmuß sein Mißgeschick beklagen, und Eure Verzeihung erflehen,daß er bei dieser Gelegenheit die königliche Artigkeit, mit derihn Ew. Majestät beehrt haben, nicht mit der geziemendenUnterwürfigkeit erwidern kann. Aber obwohl es nur die StimmePhilipp Crövecoeur de Cordes ist, die da spricht, so müssenseine Worte doch die seines gnädigen Herrn und Fürsten, desHerzogs von Burgund sein."
„Und was hat Crövecoeur in den Worten Burgunds zu sa-gen?" sagte Ludwig, indem er all' seine Würde in Anwen-dung brachte. „Doch halt — bedenkt, daß hier Philipp Creeve-coeur de Cordes zu dem spricht, der seines Fürsten Fürst ist."
Crövecoeur verbeugte sich und sprach dann laut: „König vonFrankreich, der mächtige Herzog von Burgund sendet Euch noch-mals ein Schreiben, betreffend das Unrecht und die Bedrückungen,die Ew. MajestätSoldaten undBeamte auf seinenGränzen began-genhaben; und der erste Punkt der Untersuchung ist der, ob es Ew.Majestät Absicht ist, ihn für dieses Unrecht zu entschädigen?"
Nachdem der König flüchtig das Memorial überblickt hatte,welches ihm der Herold knieend reichte, sagte er: »diese Dingefind bereits längst vor unscrm Rathe gewesen- Von den Ver-letzungen, worüber man sich beklagt, sind einige nur Wiedcrver-geltung derer, die meine Unterthanen erlitten haben, einige sindnicht durch Beweise bekräftigt, andere find durch des Herzogs Gar-