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Der König lächelte wieder, und noch geheimnißvoller, indemer Dunoiszuffüsterte: „die Zeit kann kommen, wo du und ich diePriester kommandiren werden.—Aber dieser ist für denAugenblickdoch ein recht gutes Thier von Bischof. Ach! Dunois, Nom, Romlegt ihn und noch andre Bürden auf uns. — Aber Geduld, Vet-ter, mische nur die Karten, bis unsre Hand stärker ist."
Der Schall der Trompeten im Hofraum verkündigte nun dieAnkunft des burgundischen Edelmanns. Alle im Empfangzimmerbeeilten sich die Plätze einzunehmen, die ihnen ihrRang vorschrieb,derKönig und seineTöchter blieben in derMitte derVersammlung.
Der Graf von Crövecoeur, ein berühmter und unerschrockenerKrieger, betrat das Zimmer, und, gegen den Gebrauch bei Ge-sandten befreundeter Mächte, erschien er völlig gewaffnet, dasHaupt ausgenommen, in einer prächtigen Rüstung von der bestenMailänder Arbeit, aus Stahl mit Gold eingelegt und verziert,und zwar in dem phantastischen Geschmack des Arabesken. Um sei-nen Hals und über dem blanken Harnisch hing seines Herren Or-den vom goldnen Vließ, einer der gerühmtesten Rittergesellschas-ten jener Zeit in der ganzen Christenheit. Ein hübscher Page trugihm den Helm nach, ein Herold ging vor ihm her, sein Beglaubi-gungsschreiben tragend, welches er knieend demKönig darreichte;unterdessen blieb der Gesandte selbst in der Mitte des Zimmersstehn, als wolle er Allen Zeit lassen, seinen stolzen Blick, seine ge-bietende Gestalt und die unerschrockene Ruhe seines Gesichtsund seines Benehmens zu bewundern. Der Rest seines Gefolgeswartete im Vorzimmer oder im Hofe.
„Kommt näher, Herr Graf von Crevecoeur," sagte Ludwig,nachdem er einen Blick in das Schreiben geworfen hatte: „es be-darf unsers Vetters Beglaubigungsbrief nicht, weder um«inen so wohlbekanntenKrieger bei uns einzuführen, noch uns deswohlverdienten Ansehns zu versichern, in dem Ihr bei Eurem Her-