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sich die Thürme dieses Schlosses um den Nordostwiud kümmern,dervon Flandern kommt, so gut als dieser prahlerische Gesandte."
„Wißt denn, Sire," antwortete Dunois, „daß der Grafvon Crovecoeur mit seinem Gefolge und Trompetern unten harrt,und sagt, da Eure Majestät ihm die Audienz verweigert, die ihmsein Herr aufgetragen zu verlangen, und zwar über dringendeAngelegenheiten, so werde er dort bis Mitternacht warten,und Eure Majestät angehen, zu welcher Stunde sie auch im-mer sich aus dem Schlosse begeben möchten, sei es in Ge-schäften, zur Erholung oder zur Andachtsübung; und daßkeine Rücksicht, außer die Anwendung offenbarer Gewalt, ihnzwingen werde, von diesem Entschlüsse abzustehen."
„Er ist ein Narr," sagte der König mit vieler Ruhe. „Meintder hitzköpfige Hennegauer, es sei eine Strafe für einen Mann vonVerstand vier und zwanzig Stunden ruhig innerhalb der Mauernseines Schlosses zu bleiben, wenn er sich mit den Angelegenheiteneines Königreiches beschäftigen kann? Diese ungeduldigen Thorenglauben, alle Menschen müßten sich, wie sie selber, schlecht be-finden, wenn sie nicht im Sattel und Steigbügel find. Laßtdie Hunde loskuppeln und gut beaufsichtigen, lieber Dunois.— Wir wollen heute Rath halten, statt zu jagen."
„Mein Lehensherr," antwortete Dunois, „Ihr werdet denCrövecoeur so nicht loswerden; denn seines Herrn Auftragist, daß er, wo er diese verlangte Audienz nicht erhält, seinenHandschuh an die Pallisaden vor dem Schlosse heften soll,als ein Zeichen von Fehde auf Leben und Tod von Seitenseines Herrn; daß er Frankreich des Herzogs Lehenshcrrschaftaufkündigen und sogleich den Krieg erklären soll "
»Ja," sagte Ludwig, ohne die Stimme merklich zu verän-dern, aber die Stirn so runzelnd, daß seine stechenden dun-keln Augen unter den schattigen Brauen fast unsichtbar wur-