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Waren glänzende Sccnen für Quentin auch neu, so ent-sprach das, was er nun sah, doch nicht einmal den Erwartun-gen, die er sich von dem Glanze eines Hofes gebildet hatte.Es befanden sich zwar allerdings reich gekleidete Hausbeamtehier; desgleichen stattlich bewaffnete Wachen und Bediente allerArt; aber er sah keine der alten Räthe des Königreichs, kei-nen der hohen Kronbeamten, hörte keinen von den Namen,die in jenen Tagen zum Ruhme des Ritterthums genanntwurden; sah keinen von den Feldherrn und Anführern, die, imBesitze der vollen Manneskraft, die Stärke Frankreichs aus-machten, oder von dem jüngern und feurigeren Adel, der frühschon nach der Ehre strebte, und Frankreichs Stolz war. Daseifersüchtige Wesen, die gemessenen Manieren, die tiefe undkünstliche Politik des Königs, hatten dem Throne diesen glän-zenden Kreis entfremdet, und sie wurden blos herbcigerufen,wann es gewisse feierliche Gelegenheiten erforderten, wo siewiderstrebend erschienen und froh wieder gingen, gleich denThieren in der Fabel, die auf solche Weise sich der Höhle desLöwen näherten und sie wieder verließen.
Die wenigen Personen, die dort in der Eigenschaft vonRäthen erschienen, waren gemein aussehende Männer, derenMiene zwar zuweilen Scharfsinn ausdrückte, deren Sitten je-doch bewiesen, daß sie in eine Sphäre gerufen worden waren,wofür sie ihre Erziehung und Gewohnheiten gar nicht geschicktmachten. Jndeß schienen Dnrward eine oder zwei Personenein edleres Ansehen zu besitzen, und die Strenge des gegen-wärtigen Dienstes war nicht so groß, daß sie den Oheim ver-hindert hätte, ihm die Namen derer mitzutheilen, die ihm soausgezeichnet erschienen.
Mit dem Lord Crawford, der sich hier befand, gekleidet in diereiche Tracht seines Amtes, einen Commandostab von Silber in