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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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der Hand tragend, war Quentin sowohl, als der Leser, bereits be-kannt. Unter Andern, die von Bedeutung schienen, war der dc-merkenswertheste der Graf von Dunois, Sohn jenes berühmtenDunois, bekannt unter dem Namen des Bastard v. Orleans, der,unter der Fahne der Jeanned'Arc fechtend, zur Befreiung Frank-reichs aus englischem Joch so Ausgezeichnetes beitrug. Sein Sohnbehauptete den hohen Ruhm wohl, den er von einem solchen Vatergeerbt hatte, und trotz seiner Verbindung mit der königlichen Fami-lie und seiner erblichen Popularität bei dem Adel und beim Volke,hatte Dunois bei allen Gelegenheiten eine solche Offenheit undFreimüthigkcit des Charakters bekundet, daß er jedem Verdachteentgangen zu sein schien, selbst auf Seiten des eifersüchtigen Lud-wig , der ihn gern in seiner Nähe sah und zuweilen sogar in seineRathssitzungen berief. Obwohl er in allen Geschicklichkeiten desRitterthums für vollendet galt, und alles das besaß, was damalszu einem vollkommenen Ritter gehörte, so war die Person desGrasen doch nichts weniger, als ein Muster romantischer Schön-heit. Er war unter der gewöhnlichen Größe, obwohl sehr stark ge-baut, und seine Beine waren auswärts gekrümmt, wodurch siePassender für einen Reiter wurden, als schön für einen Fußgänger.Seine Schultern waren breit, sein Haar schwarz, seine Gesichts-farbe gebräunt, sein Arm außerordentlich lang und kräftig.Seine Gesichtszüge waren unregelmäßig, sogar häßlich; bei alle-dem lag jedoch etwas von bewußtem Werth und Edelsinn im gan-zen Wesen des Grafen von Dunois, welches auf den ersten Anblickden Charakter eines hochgebornen Edelmanns und eines uner-schrockenen Soldaten bezeichnete- Seine Haltung war kühn undaufrecht,sein Gang frei und männlich,und die Härte seines Gesichtsward durch einen Adlerblick und eine Löwenstirn geadelt. SeineKleidung war ein Jagdgewand, mehr kostbar als gefällig, under zeigte sich bei den meisten Gelegenheiten als Großjägermeister,