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Gürtel von Büffellcder umschloß, von welchem ein Dolch mitreichem Griffe niedcrhing. Um den Hals trug er die Kette unddas Ordenszeichen des heiligen Michael. Er saß aufcinemKiffen,mit einer Rehhaut bedeckt, eine Brille auf der Nase, (damals eineneue Erfindung,) und las mit Anstrengung ein großes Manuscript,genannt der liosier de In guerre, ein Gesetzbuch für militärischeund bürgerliche Politik, welches Ludwig zum Besten seines Soh-nes, des Dauphin, hatte Zusammentragen lassen, und worüberer die Meinung dieses erfahrnen schbttischcn Kriegers wünschte.
Lord Crawford legte sein Buch etwas verdrießlich bei Seite,als die unerwarteten Gäste eintraten, und fragte in seinembreiten Nationaldialekt: „was in des bösen Feindes Namengibt es jetzt?"
Der Balafrö berichtete, mit mehr Ehrerbietung als er viel-leicht Ludwig selbst bewiesen hätte, der Länge nach alle Um-stände, in die sein Neffe geratheu war, und bat demüthigum seiner Lordschaft Schutz. Lord Crawford hörte sehr auf-merksam zu. Er konnte die Einfalt nur belächeln, mit wel-cher sich der Jüngling in das Henkeramt gemischt hatte, dochschüttelte er sein Haupt bei der Nachricht von dem Streite zwi-schen den schottischen Bogenschützen und des Generalprofoß Wache-
„Wie oft," sagte er, „werdet Ihr mir noch solche schlechtgc-wundene Knäuel aufzuwickeln geben? Wie oft muß ichEuch sagen,und vorzüglich Euch beiden, Ludwig LeSly, und Euch, Archin Cun-ningham, daß sich der fremde Krieger bescheiden und anständiggegen das Volk des Landes betragen müsse, wenn Ihr nicht baldalle Hunde der Stadt an Euren Fersen haben wollt? Wenn Ihrindeß einmal Händel haben mußtet, so sehe ich lieber, daß Ihr mitdem Profoß, als mit Jemand anders angebunden habt; und ichtadle Euch um diesen Streit weniger, als wegen andrer Streiche,die Ihr angestiftet habt, Ludwig, denn cs war ganz natürlich und