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von Orleans gestanden, und war vielleicht einer der letztenvon den Verbündeten der schottischen Ritter gewesen, die sobereitwillig ihre Schwerter für die Lilie gegen ihre „Erbfeindevon England" gezogen hatten. Veränderungen, die im schotti-schen Königreiche stattgefuiiden hatten, und vielleicht seine Ge-wöhnung an die Sitten und das Klima Frankreichs, hatten denalten Baron veranlaßt, jedem Gedanken an Rückkehr in sein Va-terland zu entsagen, und zwar um so mehr, da das hohe Amt,welches er im Haushalte Ludwigs verwaltete, so wie sein offener,sreimüthiger Charakter, ihm bei dem Könige bedeutenden Einflußverliehen hatten, welcher, im allgemeinen zwar eben nicht ge-neigt an menschliche Ehre und Tugend zu glauben, doch aufbeide bei dem Lord Crawford vertraute, und ihm daher gernden größern Einfluß gestattete, weil er ihn nie geltend zumachen pflegte, außer in Dingen, die sein Amt betrafen.
Balafrö und Cunningham folgten Durward und der Wachenach der Wohnung ihres Offiziers, dessen würdiges Acußere,so wie die Achtung, die ihm diese stolzen Krieger erwiesen,die Niemand sonst zu achten schienen, den jungen Manneinen tiefen Eindruck machte.
Lord Crawford war groß und durch vorgerücktes Alter magerund dürre geworden; indeß behaupteten seine Glieder doch nochwenigstens die Stärke, wenn auch nicht mehr die Elasticität, derJugend, und er vermochte das Gewicht seiner Rüstung währendeines Zuges eben so gut zu ertragen, wie der jüngste Mann sei-nes Gefolges. Er hatte harte Züge und ein narbenvolles, sehrsonnengcschwärztes Erficht, einen Blick, der in dreißig heißenSchlachten auf den Tod als einen Spielgesellen geblickt hatte, deraber trotzdem mehr eine ruhige Verachtung der Gefahr, als denrohen Muth eines Micthsöldners anzeigte- Seine hohe gerade Ge-stalt war gegenwärtig in einen weiten Hausrock gehüllt, den sein