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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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men vor seinen Blicken eine furchtbare und überwältigende Aus-sicht, vor welcher die menschliche Natur in ihrer Schwäche zurück-schaudert, wenn auch der menschliche Stolz sich gern dagegen sträu-ben möchte. Er wandte sich zu dem Gotte seiner Väter, und wäh-rend er dies that, trat die kleine, ungeschmückte, dachlose Kapelle,die setzt die Gebeine fast all' seiner Familienglicder umschloß, vorseinen Geist.Unsre Erbfeinde gaben meinen Verwandten Gräberin unserm eignen Lande," dachte er,aber ich soll die Raben undGeier eines fremden Landes nähren, gleich als ob ich erkom-municirt wäre." Die Thränen stürzten ihm unwillkürlich vomAuge. Trois-EchelleS, der ihn bei der Schulter faßte, wünschteihm Glück zu seiner frommen Stimmung beim Tode, undries ernst und pathetisch: Iieuti, qui in Domino morinniur;auch bemerkte er, daß die Seele selig wäre, die den Körperverließ, während Thränen im Auge wären. Petit-Andrö klopfteihn auf die andre Schulter und rief:Muth, mein lieberSohn! Da du einmal zum Tanze mußt, so eröffne den Ballnur lustig, denn alle Geigen find im Gange," und zugleichschwenkte er den Strang, um seinem Scherze Nachdruck zugeben. Als der Jüngling seinen entsetzten Blick erst auf deneinen, dann auf den andern wandte, machten sie ihre Mei-nung deutlicher, indem sie ihn sanft nach dem unseligenBaume hinzogcn, und ihn baten, guten Mnths zu sein, denndie Sache wäre im Augenblick vorbei.

Bei dieser schrecklichen Predigt warf der Jüngling einenmuthlosen Blick umher.Ist irgend ein guter Christ da, dermich hört," sagte er,der dem Ludwig Lcsly von der schotti-schen Garde, in diesem Lande Balafre genannt, sagen will,daß sein Neffe hier schändlich gemordet wird?"

Diese Worte waren zur rechten Zeit gesagt, denn ein Bo-genschütz der schottischen Garde, herbeigczogcn durch die Vor-