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6 (1851) Quentin Durward
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oder zwei lateinische Sprüche im Munde, bezüglich auf die Nich-tigkeit und Eitelkeit des menschlichen Lebens; und wäre es gewöhn-lich gewesen, in seiner Person verschiedene Aemtcr zu vereinigen,so würde er das Amt eines Beichtvaters für die Gefangenen mitdem des Henkers recht gern zusammen verwaltet haben. Petit-Andr« hingegen war ein fröhlicher, runder, lebhafter kleinerMann, der sein Hinrichtungsamt so trefflich verwaltete, als wennes die unterhaltendste Beschäftigung von der Welt gewesen wäre.Er schien eine Art zärtlicher Zuneigung zu seinen Schlachtopfernzu empfinden, und sprach immer in freundlichen und sanften Aus-drücken von ihnen. Sie waren seine armen ehrlichen Schelme,seine lieben Freunde, Gevattern, seine guten alten Papas, je nachihrem Alter oder Geschlecht; und wenn Trois-Echelles bemühtwar, ihnen eine religiöse oder philosophische Betrachtung der Zu-kunst einzuflößen, so verfehlte Petit-Andrs selten, fie mit einigenSpäßen zu unterhalten und ihnen so den Abschied vom Leben, alsetwas Leichtes, Verächtliches, was der ernsten Betrachtungnicht werth, darzustellen.

Ich kann nicht sagen, warum es so war, aber diese beiden treff-lichen Personen waren, trotz der Verschiedenheit ihrer Talente undder Seltenheit von Personen solches Gewerbes, doch weit mehrverabscheut, als vielleicht andre ihres Gleichen, sowohl vorher alsnachher, und diejenigen, die fie einigermaßen kannten, waren bloßin Zweifel, ob der ernste, pathetische Trois-Echelles, oder der mun-tere, komische, behendePetit-Andrö Gegenstand der größerenFurchtoder des tieferen Abscheues sei. Gewiß ist, sie trugen in beiderleiHinsicht über jeden Henker in Frankreich den Sieg davon, esmüßte denn ihr Meister Tristan l'Hermite, der berühmte General-profoß, oder sein Meister, Ludwig XI. gewesen sein.

Man wird nicht vermuthen, daß Quentin Durward jetzt dieseBetrachtungen anstellte. Leben, Tod, Zeit und Ewigkeit schwam-