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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
138
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ein graues Wamms. Aber der Herr Profoß weiß selbst, daßsie ihre Gesichter so leicht wie ihre Jacken wechseln können,so daß ich noch immer glaube, er war derselbe."

Es ist genug," sagte der Offizier,daß Ihr gesehn habt,wie er sich in die Gcrcchtigkeitspflege des Königs mischte, in-dem er versuchte, einen Hingerichteten Vcrräther zu retten.Trois-Echelles und Petit-Andrö, an's Werk!"

Halt, Herr Offizier!" rief der Jüngling in Todesangst;hört mich reden laßt mich nickt schuldlos sterben! mein Blutwird von Euch gefordert werden durch meine Landsleute in dieserWelt, und durch des Himmels Gerechtigkeit in der künftigen-"

In beiden will ich meine Thaten verantworten," sagteder Profoß kalt, und gab den Henkern mit seiner linken Handein Zeichen; dann zeigte er mit einem Lächeln triumphircnderBosheit mit dem Finger auf seinen rechten Arm, den er inder Binde trug, wahrscheinlich wegen des Schlages, den ihmDurward diesen Morgen erthcilt hatte.

Erbärmlicher, rachsüchtiger Bösewickt!" antwortete Dur-ward, der sich überzeugte, daß Privatrache der einzige Beweg-grund von dieses Mannes Härte war, und daß sich von ihmkein Erbarmen erwarten ließe.

Der arme Junge rast," sagte der Profoß;sag' ihmein Wort des Trostes, eh' er die Reise antritt, Trois-EchelleS;du bist ja ein trostreicher Mann in solchen Fällen, wenn einBeichtvater nicht zu haben ist. Gib ihm eine Minute langgeistlichen Rath und dann macht die Sache kurz. Ich mußnoch die Runde machen. Soldaten, folgt mir!"

Der Profoß ritt fort, gefolgt von seiner Wache, außer zweioder drei, die zurückblieben, um bei der Hinrichtung zu helfen.Der unglückliche Jüngling schauie ihm mit einem, von Verzweif-lung verdunkelten, Blicke nach, und glaubte mit jedem Hufschlag