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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Bei diesen Worten wurden von allen Seiten Messer nachihm gezückt, und die grimmigen und verzerrten Gesichter, dieihn anfiarrtcn, glichen denen von Wölfen, die auf ihre Beutestürzen.

Der junge Schotte verlor Muth und Geistesgegenwartnoch nicht.Was denkt Ihr, Ihr Herren?" sagte er;wenndas Eures Freundes Körper ist, so habe ich ihn soeben ausreiner Menschenliebe abgeschnitten, und Ihr werdet besserthun, wenn Ihr ihn in's Leben zu rufen versucht, als wennIhr einen unschuldigen Fremden mißhandelt, dem jener viel-leicht sein Davonkommcn verdankt."

Die Weiber hatten sich indeß des Leichnams bemächtigt,und die Versuche, ihn zu beleben, fortgesetzt, die Durwardschon angewandt hatte, aber mit gleich schlechtem Erfolg, sodaß sie endlich, von ihren fruchtlosen Bemühungen abstehend,sich all' ihren orientalischen Ausbrüchen des Kummers zu über-lassen schienen; die Weiber erhoben ein erbärmliches Geheulund zerrauften ihr langes schwarzes Haar, während die Män-ner ihre Kleider zu zerreißen und Staub aus ihre Häupterzu streuen schienen. Sie wurden allmählig von diesen Trauer-ceremonicn so sehr beschäftigt, daß sie auf Durward gar nichtweiter achteten, von dessen Unschuld sie wahrscheinlich durchdie Umstände überzeugt worden waren. Es würde sicher dasKlügste gewesen sein, wenn er das wilde Volk sich selber überlassenhätte, aber er war i» fast rücksichtsloser Verachtung der Gefahrerzogen worden, und fühlte all' den Drang jugendlicher Neugier.

Diese eigenthümliche Versammlung von Männern und Frauentrug Mützen und Turbane, dem Anscheine nach seiner eigenenKopfbedeckung weit ähnlicher, als den Hüten, die in Frankreichgewöhnlich waren. Verschiedene von den Männern hatten krauseschwarze Bärte, und die Farbe von Allen war fast so dunkel, wie