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den, als bei meiner eigenen Mutter Bruder, der mein Landsmannund ein Cavalier ist! Man könnte wirklich glauben, der Hieb, deralle Milde aus seinem Gesicht weggetilgt hat, hätte zu gleicherZeit jeden Tropfen edlen Blutes aus seinem Leibe gezapft-"
Durward bedauerte, daß sich die Gelegenheit nicht gefundenhatte, des Meister Peter gegen Balafr« zu erwähnen, in der Hoff-nung eine genauereNachricht über diese Person zu erhalten; aberdes Oheims Fragen hatten einander gedrängt und der Ruf dergroßen Glocke von St. Martin zu Tours hatte ihre Unterhal-tung allzuplötzlich unterbrochen. Es fiel ihm ein, daß veralteMann, der seinem Aeußern nach mürrisch und unfreundlich,in seinen Reden beißend und höhnisch, gleichwohl in seinenHandlungen edelmüthig und freigebig war; und solch' einFremder wiegt einen kalten Vetter auf — „Was sagt unseraltes schottisches Sprichwort? „Besser Verwendung von Frem-den als entfremdete Verwandtschaft " *) Ich werde diesen Mannzu finden suchen, und mich dünkt, das kann kein schweres Ge-schäft sein, wenn er so reich ist, wie mein Wirth von ihm sagt.Er wird mir zum mindesten guten Rath wegen meines ferner«Benehmens crtheilen; und wenn er in fremde Länder geht, wieviel solche Leute thun, so denk' ich, wird dies ein eben so aben-teuerlicher Dienst sein, als jener der Wachen Ludwig's "
Während Quentin diesem Gedanken nachhing, gab ihm einFlüstern aus jenen geheimen Winkeln des Herzens, wo so vie-les liegt, was der Eigenthümer nicht kennt oder doch nichtgern anerkennt, die Idee ein, daß vielleicht jene Dame des
") Diese« Motto ist auf einen Dolch graoirt, der einer Person ge-hörte, welche »nr zu viel Grund hatte, eine solche Devise zu wählen.Der Besitzer hinterließ meinem Water den Dolch, an welchen sich vieleseltsame Begebenheiten knüpfen, die noch einmal erzählt werde» dürften.Die Waffe ist jetzt in meinem Besitz.
Quentin Durward. I. S