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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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senheit jener Zeit in Anschlag, so wie die allgemeinen Vor-urtheilc, welche zu Gunsten eines kriegerischen Lebens herrsch-ten, und deßgleichen auch die Weise, nach welcher er selbererzogen war, so war der Jüngling geneigt, die moralischenPflichten viel genauer zu verstehen, die ihm in seinem Standeoblagen, als cs zu jener Zeit gewöhnlich war.

Er überdachte das Gespräch mit seinem Oheim mit einemGefühle von Verlegenheit und getäuschter Erwartung. SeineHoffnungen waren nicht gering gewesen; denn obwohl vonVerkehr durch Briefe keine Rede sein konnte, so brachte dochein Pilger oder ein reisender Handelsmann, oder ein ver-stümmelter Krieger zuweilen Lesly's Namen nach Glen-Hou-lakin, und Alle stimmten überein im Lobe seines unerschütter-lichen Muthes und seines Glückes bei so manchen kleinen Un-ternehmungen, die ihm sein Herr übertragen hatte. Quentin'sEinbildungskraft hatte diese Skizze auf seine Weise ausgeführtund seinen glücklichen und kühnen Oheim (dessen Thaten wahr-scheinlich in der Erzählung nichts verloren) einigen der Käm-pen und fahrenden Ritter beigescllt, von denen die Minstrelssangen, und welche Kronen und Königstöchter durch Schwertund Lanze gewannen. Er war nunmehr gcnöthigt, seinen Vet-ter in der Ordnung der Ritterschaft weit tiefer zu setzen, wie-wohl er, geblendet durch die hohe Achtung gegen seine Elternund diejenigen, welche denselben in der Verwandtschaft nahestanden, durch jedes frühe Vorurtheil zu ihren Gunsten ge-stimmt, dabei unerfahren und leidenschaftlich das Ange-denken seiner Mutter ehrend, in dem einzigen Bruder diesertheuren Nahestehenden nicht den Charakter sah, den er in Wahr-heit besaß, und welcher der eines gewöhnlichen Miethsoldatenwar, nicht besser und auch nicht eben schlechter, als die Zahlderer von gleichem Gewerbe, welche durch ihre Gegenwart