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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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Sechstes Kapitel.

Die Zigeuner.

Sieh, wie er luftig, wie er toll,

Und wie er geht so ftolz,

Er springt und tanzt den Neigen dortWohl unterm Galgenholz!

Altes Lied.

Die Weise, in der Quentin Durward erzogen worden war,war nicht von der Art, das Herz zu bilden oder vielleicht dasmoralische Gefühl zu kräftigen. Er, so wie seine ganze Fa-milie, war zur Jagd, als einem Vergnügen, angeführt wor-den , und den Krieg hatte man sie als die einzige ernste Beschäfti-gung betrachten gelehrt; und die große Pflicht ihres Lebenswar, die Angriffe ihrer Erbfeinde, von denen ihr Stamm end-lich fast ganz vernichtet wurde, standhaft auszuhalten undtrotzig zu erwidern. Gleichwohl mischte sich in diese Fehdenein Geist roher Chevalerie und selbst Courtoifie, die ihre Härtemilderten; und so ward die Rache, worin allein ihr Recht be-stand, immer mit einiger Rücksicht auf Menschlichkeit und Edel-mut- verfolgt. Die Lehren des würdigen alten Mönchs, dievielleicht wegen einer langen Unpäßlichkeit und Widerwärtig-keit besser gemerkt worden waren, als es im Genüsse des Glücksund der Gesundheit geschehen sein würde, hatten dem jungenDurward für sein Theil mehr Einsicht in die Pflichten der Mensch-lichkeit gegen Andere beigebracht; und bringt man die Unwis-