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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
124
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gern entbehrst. Du wirst den König sehen und ihn selber be-urtheilen lernen Lebe wohl!"

Mit diesen Worten schied Balafrv eilig und vergaß in die-ser Hast den Wein zu bezahlen, den er bestellt hatte, eineGedächtnißkürze, die Personen seines Schlages oft zu befallenpflegt, und die der Wirth, dem vielleicht der nickende Feder-busch und das gewichtige zweihändige Schwert Respekt ein-flößte, auch auf keine Weise zu verbessern wagte.

Man hätte erwarten können, daß Durward, als er sich jetztallein gelassen sah, sich wieder nach seinem Thurme begebenhaben werde, um eine Wiederholung jener holden Töne zuerwarten, welche seine Morgenträume so verschönt hatten. Al-lein dies war ein Kapitel des Romantischen, und seines OheimsUnterhaltung hatte ihm eine Seite von der wirklichen Ge-schichte des Lebens aufgeschlagen. Es war keine erfreuliche,und für den Augenblick waren die Erinnerungen und Betrach-tungen, die sie erweckt hatte, ganz geeignet, alle andere Ge-danken, besonders die von leichter und heiterer Art, zu ver-drängen.

Quentin nahm einen einsamen Spaziergang längs der Uferdes reißenden Cher vor, nachdem er sich vorsichtig bei demWirth erkundigt hatte, auf welchem Pfade er ohne Furcht voreiner Unterbrechung durch Schlingen und Fußangeln hinschlen-dern könnte, und dort suchte er seine zerstreuten, unruhigenGedanken zu sammeln und seine künftigen Unternehmungenzu überlegen, um die ihn seine Zusammenkunft mit dem Oheimbesorgt gemacht hatte.