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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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ich fast eben so einfältig hichcr kam: Ich konnte mir einenKönig nie anders vorstellen, als unter dem hohen Thronhim-mel fitzend, und schmausend unter seinen hohen Vasallen undPaladinen, blsiic-munger essend, mit einer großen goldnenKrone auf dem Haupte, oder auch an der Spitze seiner Trup-pen in's Feld ziehend, wie Karl in den Heldengedichten, oderwie Robert Bruce und William Wallace in unfern eignenwahrhaften Historien. Versteh' mich wohl, Man» es istalles Mondschein im Wasser. Politik Politik, die thut Al-les. Aber was ist Politik, wirst Du sagen? Es ist eine Kunst,die unser französischer König erfunden hat, wo mit andrerLeute Schwerter gefochten und aus andrer Leute Beuteln derSold bezahlt wird. Ach! es ist dies der weiseste Fürst, derje den Purpurmantel trug und doch trägt er den gar nichtzu häufig ich seh' ihn oft viel einfacher gehen, als ich eSfür mich als schicklich halten würde.

Aber Ihr geht nicht auf meine Einwendung ein, lieberOheim," antwortete der junge Durward;ich möchte dienen,da ich einmal in fremdem Lande dienen muß, wo irgend einetapfere That, wenn mir das Glück eine gewähren sollte, mireinen Namen machen könnte."

Ich verstehe Dich, mein guter Neffe," sagte der könig-liche Waffenträger,ich verstehe Dich so ziemlich gut; aber Dubist noch unreif, solche Sachen zu begreifen. Der Herzog vonBurgund ist ein hitzköpfiger, ungestümer, unruhiger, eisenköpfi-ger Wagehals. Er kämpft selber an der Spitze seiner Edelnund eingcbornen Ritter, seiner Lehensmannen von Artois undHennegau; denkst Du, daß, wenn Du dort wärest, oder wennich selber dort wäre, daß wir viel weiter vorwärts kommenkönnten, als der Herzog und all' die tapfer» Edlen seines ei-genen Landes? hielten wir nicht gehörig Schritt mit ihnen,