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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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der Bruch eines Klostergelübdcs aussiebt. Doch, ich glaubesicher, du hast nicht viel, um stattlich auftreten zu können."

Bloß wenige Silberstücke," sagte der Jüngling,dennEuch, lieber Oheim, muß ich offenes Bekenntniß ablegen."

Ach!" erwiedcrte Balafrö,das ist schlimm. Obwohl ichmeinen Sold nimmer spare, denn cS wird einem schwer, indiesen gefährlichen Zeiten eine Stellung zu behaupten, so Hab'ich doch stets (und ich möchte Dir rathen, meinem Beispiel zufolgen) eine gute goldne Kette, ein Armband oder so etwas,was meine Person zu schmücken dient, auch kann ich allenfallsein oder zwei überflüssige Kettenglieder oder einen überflüs-sigen Stein verkaufen und für den oder jenen Zweck anwen-dcn- Doch Du könntest fragen, lieber Vetter, wie seid Ihrzu dergleichen Dingen gekommen? (hier schüttelte er seineKette sehr selbstgefällig.)Sie hängen nicht an jedem Strauch,sie wachsen nicht auf den Feldern, wie Butterblumen, ausderen Stielen die Kinder stattliche Halsketten machen. Wosonst? Du kannst dergleichen erwerben, wo ich cs erwarb,im Dienste des guten Königs von Frankreich, wo sich stetsReichthum finden läßt, wenn ein Mann nur das Herz hat,ihn zu suchen, auf Gefahr des Bischens Leben etwa."

»Ich weiß," sagte Quentin, einer Entscheidung auswei-chend, über deren Annahme er sich selbst noch nicht gehörigbestimmt und entschlossen fühlte,daß der Herzog von Bur-gund einen stattlichern Hofstaat hält, als der König von Frank-reich, und daß sich unter seinen Bannern mehr Ehre gewinnenläßt tüchtige Hiebe werden dort geführt und Waffenthatengethan; während der allerchristlichste König, wie man sagt,seine Siege durch die Zungen der Gesandten gewinnt."

Du redest wie ein thörichter Knabe, lieber Neffe," ant-wortete der mit der Narbe;und doch besinn' ich mich, daß