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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
113
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arme Schwester ist todt! Und hat dein Vater wieder gehei-ratbet, lieber Neffe?"

Und ehe der Jüngling noch antworten konnte, las er dieAntwort der Frage schon im Staunen desselben, und sagte:Wie? nicht? Ich hätte darauf geschworen, Allan Dur-ward sei nicht der Mann, ohne ein Weib zu leben. Er hieltsein Haus gern in Ordnungsah auch gern ein artig Weiban; dabei war er im Leben etwas streng das Alles thatdie Ehe für ihn! Nun, ich kümmere mich wenig um diese Be-quemlichkeiten; und ich kann ein artig Weib ansehn, ohne andas Sakrament der Ehe zu denken ich bin kaum heilig ge-nug dazu."

Ach, theurer Oheim, meine Mutter war schon ein JahrWittwe, als Glen-Houlakin von den Ogilviern bekriegt wurde.Mein Vater, meine beiden Oheime, und meine zwei älternBrüder, sieben meiner Vettern und der Harfner, der Werk-führer und sechs andere von unfern Leuten wurden bei derVertheidigung des Schlosses getödtet; und es ist da kein rauchen-der Herd, kein aufrechter Stein mehr in ganz Glen-Houlakin."

Kreuz des heiligen Andreas!" sagte Le Balafro,dasnenn' ich eine Niederlage! Ja, diese Ogilvier waren immerschlimme Nachbarn für Glen-Houlakin ein böser Umstand!aber Kriegsglück Kriegsglück. Wann ereignete sich dasUnheil, lieber Neffe?" dabei nahm er einen derben SchluckWein und schüttelte fein Haupt mit großer Feierlichkeit, alssein Vetter antwortete, daß seine Familie bei dem letzten St.Judasfeste vernichtet worden sei.

Siehst du wohl," sagte der Krieger,ich sagte, es seiAlles Glück, an diesem selbigen Tage nahm ich sammtzwanzig meiner Kameraden das Schloß Roche-noir mit Sturmvon Brasde-Fer, einem Hauptmann von Freitruppen, vonQuentin Dnrward. I. 8