Bogenschützen Halskragen, Armstücke und Handschuh warenvom feinsten Stahl, kunstreich mit Silber ausgclegt, und seinHauberk oder Panzerhemd war so schimmernd und glänzend,wie der Reif eines Wintermorgens auf Sträuchern und Ge-wächsen. Er trug ein weites Ueberkleid oder Cafsock von fei-nem blauem Sammet, an den Seiten gleich dem eines Heroldsoffen, mit einem großen weißen Andreaskreuz i» Silber ge-stickt, welches vorn und hinten angebracht war. — SeineSchenkel und Füße waren durch Hosen von Stahlschuppen undstählerne Schuhe geschützt — ein breiter starker Dolch („GottesGnade" genannt) hing an seiner rechten Seite — das Gehenkfür sein zweihändiges Schwert, ebenfalls reich gestickt, hingüber seine linke Schulter; aber der Bequemlichkeit wegentrug er jetzt diese schwerfällige Waffe, die ihm die Regelndes Dienstes nie abzulegen erlaubten, in der Hand-
Obwohl Quentin Durward, gleich der schottischen Jugendseiner Zeit früh daran gewöhnt war, Waffen und Krieg zusehen, so glaubte er doch nie einen kriegerischer ausschendenund vollständiger ausgerüsteten Kriegsmann gesehen zu haben,als diesen, der ihn nun in der Person des Bruders seinerMutter, genannt Ludwig mit der Narbe oder Le Balafrö,grüßte; dennoch konnte er sich eines leisen Schauders nichterwehren, als er den grimmigen Ausdruck seines Gesichts ge-wahrte, während er mit dem rauhen Schnurrbarte erst dieeine dann die andre Wange seines Vetters bürstete, ihn will-kommen in Frankreich hieß und sogleich in einem Athem fragte,was es Neues in Schottland gebe.
„Wenig gute Neuigkeit, lieber Oheim," antwortete derjunge Durward j „aber ich bin froh, daß Ihr mich gleich er-kannt habt."
„Ich würde Dich erkannt haben, Knabe, in den lumies