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Der coutelier und sein Gefährte wurden, da sie nicht vonAdel noch zu solcher Beförderung tauglich waren, durch Per-sonen aus geringerem Stande ersetzt; da sic aber einen aus-gezeichneten Sold und Station genossen, so ward es ihrenHerren leicht, sich die stärksten und muthigsten unter ihrenLandsleuten auszuwählen, um sich in jener Eigenschaft vonihnen bedienen zu lassen.
Ludwig Lcsly, oder, wie wir ihn häufig nennen werden,Le Balafro, unter welchem Namen er in Frankreich allgemeinbekannt war, war etwa sechs Fuß hoch, robust, stark gebaut,und von harten Gefichtszügen, deren Ausdruck noch durch einebreite große Narbe verstärkt ward, die an der Stirn begann,dicht am rechten Auge hinlief, den Backenknochen blos gelegthatte, und von da fast bis zum Ohrläppchen herabging, einetiefe Furche bildend, die zuweilen scharlachrot-, zuweilen pur-purn, zuweilen blau aussah, und sich öfters auch dem Schwar-zen näherte; immer aber war sie häßlich, weil sie mit demAusdrucke des Gesichts, in welchem Zustande sich 'dies auchbefinden mochte, wechselte, mochte es nun bewegt oder ruhig,von ungewöhnlicher Leidenschaft erhitzt, oder im gewöhnlichenZustande sein, der in einem von Wind und Sonne erzeugtenDunkelbraun bestand.
Seine Kleidung und Bewaffnung war prächtig. Er trugseine Nationalmütze, geschmückt mit einem Federbusch und einerJungfrau Maria von massivem Silber. Letztere, die alsBrochen dienten, waren den schottischen Garden vom Königin einem seiner Anfälle von abergläubischer Frömmigkeit ge-schenkt worden, nachdem er die Schwerter seiner Garde demDienste der heiligen Jungfrau geweiht und, wie einige sagen,die Sache so weit getrieben hatte, daß er unsrer Frau eineBestallung als Hauptmann derselben ausfertigen ließ. Des