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Reihen konnten von der überzähligen Bevölkerung ihrer eig-nen Heimath immer vollständig erhalten werden, da auch keinVolk in Europa mehr und kühnere Abenteurer aussandte. Ihrehohen Ansprüche auf edle Abkunft geben ihnen überdies einbesonderes Recht, sich der Person eines Monarchen enger anzu-schlicßen, als andere Truppen, während ihre verhältnißmäßiggeringe Anzahl sie hinderte, Meutereien zu stiften und daHerren zu werden, wo sie nur Diener sein sollten.
Andrerseits waren die französischen Monarchen so klug, dieZuneigung dieser erlesenen Fremdenschaar dadurch zu fesseln,daß sie ihnen ehrende Vorrechte und reichen Sold bewilligten,welchen letztem die meisten von ihnen mit militärischer Ver-schwendung und um ihren vermeintlichen Rang geltend zumachen, verwendeten. Jeder von ihnen genoß in seiner Stel-lung die Ehren eines Edelmanns, und ihre nahe Berührungmit des Königs Person verlieh ihnen sowohl eine bedeutendeWürde in ihren eigenen Augen, als auch eine Wichtigkeit indenen des französischen Volkes. Sie waren kostbar bewaffnet,equipirt und gekleidet, und jeder war berechtigt, sich einenKnappen, einen Diener, einen Pagen und zwei Ammans zu-alten, von denen der eine couteller genannt ward, wegendes langen Messers, welches er trug, um diejenigen vollendsabzuthun, die sein Herr im mölös zu Boden gestreckt hatte-Mit diesem Gefolge und einer verhältnißmäßigen Equipagewar ein Bogenschütze eine Person von Ansehen und Wichtig-keit; und da erledigte Stellen gewöhnlich von denjenigen be-setzt wurden, die im Dienste der Abgehenden schon als Knap-pen oder Pagen gestanden hatten, so wurden häufig die jün-ger» Söhne der besten schottischen Familien auSgesandt, umunter einem Freunde oder Verwandten in jenen Eigenschaftenzu dienen, bis sich ein Fall der Beförderung bieten möchte.