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tigkcit eines Fremden, die ich durch ein Untertauchen in denberühmten Fluß Cher oder einen seiner Nebenflüsse erkaufe."
„Lästert die Heiligen nicht, mein junger Freund," sagteMeister Peter. „San ct Julian ist der treue Patron der Rei-senden; und vielleicht hat der gepriesene St- Quentin mehrund besser für dich gesorgt, als du dir träumen läßt."
Während er dies sagte, öffnete sich die Thür, und ein Mäd-chen, eher über als unter fünfzehn Jahren, trat herein mit einemPräsentirteller, mit Damast verdeckt, worauf eine kleine Schalestand mit jenen getrockneten Pflaumen, die den Ruf der StadtTours stets erhöht haben, und einem Becher von sehr kunstreicherArbeit, durch welche die Goldschmiede der Stadt von alter Zeither berühmt waren, weil sie so viel Feinheit und Geschick darindarlegten, daß sie sich dadurch vor den andern Städten Frankreichsauszeichneten und selbst die Geschicklichkeit der Hauptstadt über-trafen. Die Form des Bechers war so elegant, daß Durwardgar nicht daran dachte, genauer zu untersuchen, ob das MaterialSilber war, over, gleich dem, was vor ihmselbst stand, ein schlech-teres Metall, jedoch so schön polirt, daß es dem edleren sehr ähn-lich sah.
Aber der Anblick der jungen Person, die diesen Dienst lei-stete, zog Durward's Aufmerksamkeit weit mehr auf sich, alsdie kleinern Umstände der Bedienung, welche sie verrichtete.
Ermachte alsbald dieEntdeckung, daß eine Fülle langer schwar-zer Locken, die nach der Mädchensitte seiner eignen Heimath ohnealle Verzierung waren, außer einem leichtgcwobenen Kranz vonEichenlaub, einen Schleier um ein Gesicht bildeten, welches in sei-nen regelmäßigen Zügen, dunkeln Augen und sinnendem Ausdruckdem der Melpomene glich, obwohl ein schwaches Roth auf denWangen und ein feiner Zug an Lipp' und Auge anzudeutenschien, daß Heiterkeit einem so ausdrucksvollen Gesichte nicht fremd