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„Nun, wen könnt' ich denn anders meinen, als den edlenLudwig von Luxemburg, Grafen von Saint-Paul, Groß-Con-nctable von Frankreich? Dort behauptet er seinen Platz, mitseiner kleinen tapfern Armee, trägt sein Haupt so hoch, wienur je König Ludwig oder Herzog Karl, balancirt zwischenbeiden, wie der Knabe, der auf der Mitte eines Brettes steht,während zwei andere auf beiden Enden schweben."
„Der ist in Gefahr am schlimmsten von allen Dreien zufallen," sagte Meister Peter. „Und hört, junger Freund, derIhr Plündern für ein so großes Verbrechen haltet, wißt Ihrnicht, daß Euer politischer Graf von Saint-Paul der Erste war,der das Beispiel gab in Kriegszeiten im Lande zu sengenund zu brennen? und daß vor dieser schändlichen Verwüstung,die er einführte, offene Städte und Dörfer, die keinen Wider-stand thaten, von beiden Seiten geschont wurden?"
„Nun wahrhaftig," sagte Durward, „wenn das der Fall ist,so muß ich wohl anfangen zu glauben, daß eigentlich keiner vondiesen großen Männern besser ist als der andre, und daß, zwi-schen ihnen zu wählen, gerade dasselbe wäre, als wenn mansich zum Gehangenwerden den Baum auswählen sollte. Aberdieser Graf von Saint-Paul, dieser Eonnetable, hat sich durchbloße Uebercinkunft in Besitz der Stadt gesetzt, welche ihrenNamen von meinem verehrten Heiligen und Patron, Sanct Quen-tin, hat," (hier bekreuzigteer sich,) „und mich dünkt, wenn ichdarin wohnte, würde mir mein heiliger Patron auch eine freieAussicht dort gelassen haben — er hat nicht so viel nach ihmBenannte, als Eure mehr populären Heiligen — und doch mußer jetzt mich armen Quentin Durward, seinen geistigen Pa-then, ganz vergessen haben, da er mich den einen Tag ohneNahrung gehen läßt, mich den nächsten Morgen der Beherber-gung des heiligen Julian übergibt, so wie der zufälligen Ar-