fast nackt zu gehen, um sich inwendig zu sättigen, «sie klei-den sich wie Grafen und speisen wie Aebte."
„Gut für sie," sagte Durward.
„Und warum wollt Ihr nicht Dienst hier nehmen, jungerMann? Euer Oheim, das kann ich sagen, würde Euch gewißeinzureihen wissen, sobald eine Stelle offen wird. Und, hörtwohl, ich interessire mich selbst ein wenig dabei, und möchteEuch nützlich sein. Ihr könnt vermuthlich eben so gut reiten,als den Bogen spannen?"
„Unser Stamm besteht so aus guten Reitern, wie nur jeeiner einen ehernen Schuh in einen stählernen Steigbügel ge-setzt haben mag; und ich weiß nicht, wie'S kommt, aber ichmöchte Euer freundliches Anerbieten wohl annehmen. Aberseht, Nahrung und Zahlung sind nöthige Dinge, in meinemFalle jedoch denkt man auch an Ehre, Beförderung und tapfereWaffenthaten- Euer König Ludwig — Gott segne ihn, denner ist Freund und Bundesgenosse Schottlands — liegt nunHier in diesem Schlosse, oder reitet nur von einer befestigtenStadt zur andern; und er gewinnt Städte und Provinzendurch politische Gesandschaften, aber nicht durch herrlicheSchlachten. Ich für mein Theil halte es nun mit den Dou-glaffen, die immer im Felde liegen, weil sie lieber die Lerchesingen, als die Maus quiken hören."
„Junger Mann," sagte Meister Peter, „urtheilt nicht vor-eilig von den Handlungen der Fürsten- Ludwig will dasBlut seiner llnterthanen schonen, ohne für sein eignes besorgtzu sein. Er selbst hat sich als ein Mann von Muth zu Mon-thery gezeigt."
„Ei, das war vor einem Dutzend oder mehr Jahren,"antwortete der Jüngling. — „Ich möchte gern einem Herrn