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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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pfingen.Und nun sagt mir, junger Mann," fuhr er fort,habt Ihr je ein so starkes Schloß gesehn, und glaubt Ihr, daßcS Männer gibt, die kühn genug wären, es zu stürmen?"

Der junge Mann schaute lange und fest auf das Schloß,dessen Anblick ihn so sehr intcressirte, daß er, im Eifer seinejugendliche Neugier zu befriedigen, die Nässe seiner Kleidungvergessen hatte. Sein Auge glänzte und das Blut stieg ihm indie Wangen, wie einem kühnen Manne, der über einer ehrenvollenThat sinnt, als er erwiderte:Es ist ein starkes Schloß, undstark bewacht; doch für tapfere Männer ist nichts unmöglich."

Und gibt es dergleichen in Eurer Heimath, die so etwasunternehmen könnten?" sagte der Aeltere, etwas verächtlich.

Ich will das nicht behaupten," antwortete der Jüngling;aber tausende find dort, die in einer guten Sache eine kühneThat versuchen würden."

Hm!" sagte der ältere,vielleicht seid Ihr selber solch einTapferer?"

Ich würde sündigen, wenn ich prahlen wollte, wo keine Ge-sahrist," antwortete der junge Durwaid;aber mein Vater hateine so kühne That vollbracht, und ich denke, ich bin kein Bastard."

Wohl," sagte sein Gefährte lächelnd,Ihr würdet EuresGleichen und all' Eure Verwandten bei dem Versuche finden;denn die schottischen Bogenschützen von König Ludwigs Leibwachestehen Schildwache auf jenen Mauern dreihundert Herrenvom besten Blut eures Vaterlandes."

Und wäre ich König Ludwig," gab der Jüngling zurAntwort,ich würde meine Sicherheit der Treue der dreihun-dert schottischen Edcln anvertrauen, meine Mauern niedcrreißen,um den Morastgraben auszufüllen, meine Pairs und Paladineberufen, und leben, wie mir's behagte, unter Lanzcnbrechenin stattlichen Turnieren, des Tages bankettireu mit den Edeln,